Mit Stromstößen gegen Depressionen (Zeitungsartikel + Kommentar)

Download
Mit Stromstößen gegen Depressionen (von Tim Zülch)
Zeitungsartikel über Elektroschock-Therapie (NEUES DEUTSCHLAND 15.06.19)
Mit Stromstößen gegen Depressionen (Tim
Adobe Acrobat Dokument 10.8 MB

Um mich dazu zu bewegen, meinen Hungerstreik zu beenden, wollte man mir die Illusion geben, dass die (seriösen) Medien über meinen Fall berichten würden. Am 11. Tag vereinbarte Bernd Trepping (Scientology)nach vielen Telefonaten zwei Interview-Termine, von denen am nächsten Tag nur ein Journalist erschien. Bernd sagte, ich sollte nur über EKT berichten und nicht über die Zwangsernährung (der eigentliche Skandal). Ich berichtete trotzdem über alles. In den folgenden Wochen hörte ich weder von dem Journalisten noch von Scientology und startete einen erneuten Hungerstreik. Darauf schrieb mir der Journalist, dass der Artikel doch noch verspätet erscheinen würde. Um eine Klage zu vermeiden, ging es aber nur um EKT.

 

Der Artikel ist insgesamt sehr gut gelungen, ich möchte aber meinen Kommentar abgeben.

Zur Korrektur will ich richtig stellen, dass ich nur einen Tag fixiert war und ich verschwommene Erinnerungen an die Zeit der EKT-Behandlung habe. Normalerweise wird der Sachverhalt eher verharmlost, deswegen halte ich eine journalistische Dramatisierung für ausgleichende Gerechtigkeit.

 

Die erzwungene Unterschrift wird sich vor Gericht leider nicht beweisen lassen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt an die absurde Vorstellung geglaubt, Elektroschocks könnten meine Probleme lösen. Der Aufenthalt in der geschlossenen Psychiatrie war für mich die Hölle, ich wusste, dass ich dort nicht lange überleben würde, und dass ich compliant sein musste, um dort raus zu kommen. Mit einer gesetzlichen Betreuerin, die mich nicht leiden konnte und einem sadistischen Oberarzt hätte ich unbegrenzt dort gefangen gehalten werden können. An der Unterschrift erkennt man den indirekten Zwang.

 

Das Theodor-Wenzel-Werk (TWW) dementiert die Vorwürfe ihres ehemaligen Patienten Steuber und teilt auf nd-Anfrage mit: »Behandlungen gegen den erklärten Willen und/oder unter Widerstand des Patienten führen wir hier nicht durch«.

 

Sehr bedauerlich, dass ihr bei meiner Zwangsernährung eure Leitlinie vergessen habt, die eindeutig gegen meinen Willen war!

 

EKT wird in Deutschland in manchen Fällen auch gegen Patientenwillen durchgeführt. Bei mir musste die medikamentöse Behandlung aufgrund meiner Leberwerte zuerst runterdosiert und schließlich vollständig ausgesetzt werden, und sie hatte sowieso wie auch die Psychotherapie keine Verbesserung erzielt und das psychiatrische Therapieangebot war damit auch schon erschöpft.

Die Zwangsernährung wurde auch ohne meine Einwilligung richterlich erzwungen. Und sie sollte sehr offensichtlich auch meine Drapetomanie und meine „narzisstische Persönlichkeitsstörung“ therapieren und nicht mein Untergewicht. Es war eine Disziplinierungsmaßnahme für meinen Ungehorsam.

Auch wenn sich die Psychiatrie als eine Wissenschaft darstellt, hat sie nicht den Anspruch den Wirkungsmechanismus von Elektroschock“therapie“ erklären zu können. Es reicht, dass es eine „Response“ gibt. Dass diese besser als bei Antidepressiva ist, sollte nicht erstaunen. Dass sie auf einem Gehirnschaden beruht, genau wie bei Leukotomie, wird natürlich verschwiegen.

Ernest Hemmingway war über den Verlust seiner geistigen Fähigkeiten so deprimiert, dass er nach einer EKT-Behandlung Selbstmord beging.

 

Auch wenn ich jetzt immer noch überdurchschnittlich intelligent bin, habe ich doch beträchtlich an Konzentration, Gedächtnis und Denkgeschwindigkeit eingebüßt.

 

 

Download
Die Wiederkehr des elektrisch ausgelösten Krampfanfalls: Legitime Therapie oder verantwortungslose Schädigung?
ESchock_Symposium_DGSP_2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 121.9 KB


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Die Webseiten dieser beiden genialen Künstler: Politicalartfranzetta Vaccine Fraud (Youtube) www.vaccinefraud.com

 

Die Charité und die Verbrechen an den Patienten (Berliner Morgenpost)

Viele ihrer Kliniken und Institute wurden in den zwölf Jahren zwischen 1933 und 1945 zu Orten der NS-Rassen- und Vernichtungsmedizin. „Teile der Ärzteschaft und des pflegenden Personals folgten bereitwillig den Paradigmen des herrschenden Regimes“, stellte Charité-Chef Karl Max Einhäupl [...] fest. 

Impfversuche an Kindern in der Nervenklinik

Wieso sie offenbar ohne erkennbare Bedenken menschenverachtende oder zumindest ethisch fragwürdige Experimente und Zwangssterilisationen an Menschen durchführten. Darunter etwa der Leiter der Kinderklinik der Charité, Georg Bessau, der [Kleinkinder] für Tuberkulose-Impfversuche missbrauchte und ihnen so vor ihrem Tod noch unermessliche Schmerzen bereitete.


Hier wird natürlich verschwiegen, dass die Vergangenheit die Gegenwart ist. Immerhin wurde mein Chefarzt Prof. Dr. Rose als Konsequenz für sein „unethisches“ Verhalten bei meiner Behandlung zum einfachen Oberarzt degradiert.

Jetzt, wo sich unter den Patienten der Grund für die Degradierung herumgesprochen hat, frage ich mich, wie sie noch ein Vertrauens-verhältnis aufbauen sollen. 

Seine mangelhafte Selbstfürsorge macht ihn mir aber etwas sympathischer, ich mache                                                                          mir  auch keine Gedanken über meine Haare.

   

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
Adobe Acrobat Dokument 626.6 KB

 

 

 

Nachdem ich die Autorin dieser (etwas befremdlichen) Ernährungsleitlinien kontaktierte und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gab, veranlasste sie, dass sie aus dem Internet genommen werden.

Ich hoffe, von Ärzteseite wird es noch eine gute Erklärung geben.