Nach meiner Entlassung schien von der Ärzteschaft entschlossen worden zu sein, dass ich nicht überleben dürfte, um einen Skandal zu verhindern. Sollte ich nicht zu Hause sterben, war klar, dass die Charité Benjamin- Franklin meine Anlaufstation werden würde, wo man meinen Fall schon kannte. Als ich im Dezember 2015 das erste Mal in die Notaufnahme kam, wurde mir von der Oberärztin Fr. Dr. Hinkelmann als Aufnahmebedingung gestellt, dass ich die ersten Wochen eine Magensonde bekommen und nur 200 kcal Sondennahrung, weil sie wusste, dass ich davon abgeschreckt werden würde.

Ich weiß, dass durch den guten Ruf von Ärzten, die wenigsten diese Anschuldigung für gerechtfertigt halten werden.

Die Euthanasie/Eugenik-Ideologie gab es bereits vor dem 3. Reich in der Psychiatrie und mit Sicherheit verschwand sie nicht mit Kriegsende.

Im zweiten Weltkrieg befürworteten mit nur einer Ausnahme alle deutschen Psychiater den Mord von über 70.000 unschuldigen Menschen. Von Ärzteseite gab es keinen nennenswerten Widerstand gegen die Naziverbrechen, sehr viele waren aktiv beteiligt.

Warum sollte sich die moralische Disposition von damals grundlegend geändert haben?

 

Es gab wahrscheinlich selten so viel Dilettantismus und Ärztepfusch, wie in meiner Behandlung. Dazu kam, dass ich als der größte Schulmedizingegner und schwierigste Patient bekannt war. Das schlimmste war nicht mein Hang zur Respektlosigkeit und meine Besserwisserei, sondern dass ich es wirklich besser wusste, als die Ärzte. Für die Ärzteschaft war abzusehen, dass ich mich wehren würde, sollte ich wieder gesund werden, weswegen es offensichtlich im Interesse des Medizinkartells war, dass ich nicht überleben sollte. 

 

 

 

 

Exkurs Euthanasie:

Ich habe hier Ausschnitte aus einem SWR-Beitrag zusammengestellt, den man sich auch in voller Länge anhören kann.

https://www.ardmediathek.de/radio/Wissen/NS-Euthanasie-Die-Schuld-der-Psychiater/SWR2/Audio-Podcast?bcastId=220656&documentId=48634752

 

Ein Ansatz, warum die Medizin sich so schwer damit getan hat, ist sicherlich, dass in

dem Euthanasiegedanken, der ja kein nazistischer Gedanke ist, sondern der ein

Gedanke aus den 10er- und 20er-Jahren ist, natürlich ganz tief versteckt der

therapeutische Nihilismus drin steckt:

Zunächst einmal gab es ein großes gemeinsames Projekt, das 1933/34 begonnen

wurde, das war das Programm zur Massensterilisierung nach dem Gesetz zur

Verhütung erbkranken Nachwuchses, die praktische Umsetzung der eugenischen

Konzepte, die seit dem 19. Jahrhundert herangereift waren.

 

Die Eugeniker bemühten für ihre Ideologie Darwins Evolutionstheorie. Sie leiteten

aus seiner Lehre vom evolutionären Überlebenskampf ein Programm ab: eine

restriktive Bevölkerungspolitik. Nur die Leistungsstarken sollen sich vermehren

dürfen!

 

Das Zwangssterilisationsgesetz lag bereits bei Hitlers Machtergreifung fertig in der

Schublade. Gerade Mediziner begrüßten, dass mit Adolf Hitler endlich ein Politiker an

die Macht kam, der unerwünschtes Leben "wegzüchtet."

Etwa 400.000 Menschen wurden von 1933-45 zwangssterilisiert. Mehrere tausend

starben an dem Eingriff oder an deren Folgen.

 

Anstalts-, aber auch Hausärzte, Nachbarn oder Lehrer meldeten verdächtige

Personen dem Amtsarzt. Über die Sterilisation entschied dann ein

Erbgesundheitsgericht, dem ein Berufsrichter und zwei Ärzte, meist Psychiater,

angehörten. Opfer waren geistig Behinderte, aber auch psychisch Kranke, junge

Mädchen, die als triebhaft galten, und Menschen, die man für asozial hielt,

taubstumme oder blinde Menschen oder mit einem anderen körperlichen Makel

behaftet. Ob diese Erkrankungen vererbbar sind oder nicht, spielte bald keine Rolle

mehr.

Die Zwangssterilisationen bereiteten den Boden für die gezielten Krankenmorde. Sie

wurden von Hitler selbst per Erlass angeordnet und vermutlich auf den 1.9.1939, den

Tag des Kriegsbeginns zurückdatiert. Die sogenannte T 4-Aktion wurde benannt

nach der der Berliner Tiergartenstr. 4, wo die Euthanasieaktionen geplant, die

Transporte organisiert, das tödliche Gift beschafft und die Trostbriefe mit den

fingierten Todesursachen an die Angehörigen geschrieben wurden. Die Aktion lief

streng geheim.

 

Es gab eine Gruppe von etwa 50 Ärzten, die eng mit der Zentrale der Aktion T4 in

Berlin zusammen gearbeitet haben, und ohne diese wissenschaftliche Elite wäre

meines Erachtens dieser Massenmord so nicht denkbar gewesen. Sie haben das

Programm entworfen, sie haben die Indikationen, die als Kriterien bei der Tötung zur

Anwendung kommen sollten, bestimmt, sie haben das Selektionsverfahren

durchgeführt und sie haben den Massenmord auch mit gesteuert.

 

Die Patienten mit einem Pluszeichen wurden in eine der sechs Tötungsanstalten gebracht und vergast. Nur

Ärzte durften den Gashahn in den Duschen aufdrehen. "Desinfektion" hieß die

geheime Aktion T 4 im internen Sprachgebrauch, so als wären die Ermordeten

"Keime", die das Volk anstecken könnten.

 

In der Bevölkerung sprach sich die Ermordung der Patienten bald herum, und nachdem

auch die katholische Kirche protestierte, wurden 1941 die zentral gesteuerten

Krankenmorde eingestellt. Das Morden ging allerdings dezentral und versteckt

weiter. Dabei spielte es kaum mehr eine Rolle, ob der Kranke an einer vererbbaren

Krankheit litt. Hauptkriterium für die Selektion war die Arbeitsfähigkeit. Aber auch

unangepasste oder alte Menschen waren besonders gefährdet.

 

Er hat verzweifelte Briefe an seine Familie geschrieben, viele handeln vom Hunger.

In seiner Krankenakte steht als Todesursache "gehäufte Krampfanfälle". Vermutlich

ist dies genauso fingiert wie bei den anderen Euthanasieopfern auch.

 

Seine Frau hat nach dem Krieg einen Antrag auf Wiedergutmachung gestellt. Dieser

Antrag ist abgelehnt worden – wie alle Anträge, weil die Psychiatriepatienten nicht als

politisch oder religiös Verfolgte galten. D.h. die Angehörige sind auch nach dem

Krieg nochmals stigmatisiert worden. Man hat ihnen nochmals gesagt, "das ist kein

Verbrechen gewesen, was da mit euren Angehörigen passiert ist, sondern die sind in

einer Klink gewesen, dass sie da gestorben sind, gut – das kann passieren".

 

Die Anträge auf Wiedergutmachung wurden zum Teil von denselben Psychiatern

begutachtet, die an den Zwangssterilisierungen, Tötungsaktionen und

Menschenversuche der Nazizeit beteiligt waren. Nicht verwunderlich, dass sie die

Ansprüche der Opfer und ihrer Angehörigen ablehnten. Obwohl sie in die Eugenik

verstrickt waren, wurden sie sogar noch 1961 als Experten im Bundestagausschuss

"Wiedergutmachung" gehört. Zum Beispiel der Genetiker Hans Nachtsheim, der noch

damals im Sinne der Naziideologie argumentiert – bis in die Wortwahl hinein.

Zitator:

"Ich betone hier nochmals, … dass das Gesetz zur Verhütung erbkranken

Nachwuchses kein verbrecherisches Nazigesetz, sondern ein Erbgesundheitsgesetz

war. … Jedes Kulturvolk kann nicht auf Eugenik verzichten, und zu den wichtigsten

Maßnahmen zur Verhinderung eines Überhandnehmens der Erbkrankheiten gehört

die Unfruchtbarmachung aus eugenischer Indikation.

 

Geistiger Tod, Ballastexistenzen, lebensunwertes Leben, all diese Worte gehen nur

sehr schwer über die Lippen. Sie erschüttern und verstören zutiefst – und im Wissen

um die aktive Beteiligung von Psychiatern an Gleichschaltung, Zwangssterilisierung

und Mord erfüllen sie uns mit Scham, Zorn und großer Trauer.

 

Die Tabuisierung passt zum Umgang der Gesellschaft mit den Medizinverbrechen.

 

Es gab nach 1945 keine wirkliche Zäsur, es gab keine Aufarbeitung dieser Opfer des

Nationalsozialismus. Die ganzen Schwestern, Pfleger, Ärzte und Oberärzte, die das

alles gemacht haben, die blieben in den Kliniken. Die Gesellschaft wollte mit der

Psychiatrie nichts zu tun haben.

 

So Michael von Cranach, der 1980 als junger engagierter Psychiater die Leitung der

Nervenklinik im bayerischen Kaufbeuren übernahm und dort noch 35 Jahre nach

dem Zusammenbruch Nazideutschlands desolate Zustände vorfand. Im Dritten Reich

wurden in dieser Anstalt an die 2.000 Frauen, Männer und Kinder mit Giftspritzen

oder durch Hungerkost umgebracht.

Faltlhauser, den die Amerikaner noch wegen Mordes anklagen wollten, wurde von

der deutschen Justiz schließlich wegen Beihilfe zum Totschlag in minderen Fällen zu

drei Jahren Haft verurteilt – aber wegen seines Alters als haftunfähig erklärt und

sogar die Pension wurde ihm auf dem Gnadenweg wieder vom Innenminister

zugewiesen.

 

Nur wenige Täter werden nach dem Krieg bestraft. Hitlers Begleitarzt und

Euthanasiebeauftragter Karl Brandt wird im Nürnberger Ärzteprozess zum Tode

verurteilt. Der Anstaltsleiter der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein, Paul Nitsche, wird

in Dresden hingerichtet. Kaum ein Arzt muss ins Gefängnis. Den meisten gelingt

nach dem Krieg schnell der Wiedereinstieg. Ihre Sicht auf den Menschen prägt bis in

die späten 60er-Jahre die Psychiatrie in Deutschland und verhindert lange eine

längst fällige Psychiatriereform.

Vor allem gibt es die große Gruppe der Schüler derer, die im Dritten Reich in die

Verbrechen involviert waren. Diese Gruppe einigte sich nach 1945 relativ schnell auf

eine Interpretation des Geschehens, die dann über Jahrzehnte hinweg für die

"scientific community" leitend gewesen ist.

 

Es wird konzediert, dass es einzelne schwarze Schafe gegeben habe, die, aus

welchen Gründen auch immer, Karrierismus, Ehrgeiz, Opportunismus, ideologische

Verblendung mitgemacht haben, dass die große Masse der Ärzte und

Wissenschaftler aber eigentlich nur unter Zwang gehandelt hätten.

 

Psychiater wie der junge Alexander Mitscherlich, der den Nürnberger Ärzteprozess

dokumentiert hat, oder Gerhard Schmidt, der die katastrophalen Zustände in der

Nervenheilanstalt Haar bei München bereits Ende 1945 öffentlich machte, wurden

von ihren Kollegen als Nestbeschmutzer bezeichnet und isoliert. Und die wenigen

Betroffenen, die überlebt hatten, wurden auch im Nachkriegsdeutschland weiter

stigmatisiert.

 

Es gab sogar Aussagen von Patienten. Aber die sind überhaupt nicht berücksichtigt

worden. Da hat man gesagt, "na ja, das sind Psychiatriepatienten, der ist ja

geisteskrank, dem kann man nicht glauben".

 

Wir haben eine Untersuchung über das hier beschäftigte Personal gemacht und das Ergebnis ist wenig ermutigend, weil es sich nicht um ausgesprochene Sadisten oder besondere Parteigänger des Regimes handelt, sondern en gros um ganz normale Menschen, die aufgrund einer Kriegsdienstverpflichtung, einer Versetzung oder einer freiwilligen Bewerbung hierher kamen. Viele von ihnen haben erst vor Ort gesehen, um was es sich dabei handelt, aber nur zwei hatten den Mut zu sagen: "Das mache ich nicht!" Und den Beiden ist nichts passiert!"

Dr. Ute Hoffmann, Leiterin der Gedenkstätte Bernburg

Die Webseiten dieser beiden genialen Künstler: Politicalartfranzetta Vaccine Fraud (Youtube) www.vaccinefraud.com

 

Die Charité und die Verbrechen an den Patienten (Berliner Morgenpost)

Viele ihrer Kliniken und Institute wurden in den zwölf Jahren zwischen 1933 und 1945 zu Orten der NS-Rassen- und Vernichtungsmedizin. „Teile der Ärzteschaft und des pflegenden Personals folgten bereitwillig den Paradigmen des herrschenden Regimes“, stellte Charité-Chef Karl Max Einhäupl [...] fest. 

Impfversuche an Kindern in der Nervenklinik

Wieso sie offenbar ohne erkennbare Bedenken menschenverachtende oder zumindest ethisch fragwürdige Experimente und Zwangssterilisationen an Menschen durchführten. Darunter etwa der Leiter der Kinderklinik der Charité, Georg Bessau, der [Kleinkinder] für Tuberkulose-Impfversuche missbrauchte und ihnen so vor ihrem Tod noch unermessliche Schmerzen bereitete.

Das Gesetz, das nicht aufhebbar ist

NS-Unrecht konnte per definitionem nur an bestimmten Personengruppen begangen worden sein. So wurde der Begriff des “Verfolgten” für ein und allemal festgeschrieben. Zwangssterilisierte und Betroffene der “Euthanasie” wurden explizit aus dieser Definition ausgeschlossen.

So entschied das OLG Hamm sowohl gegen die Verwerfung des Gesetzes (“Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses”), da es nicht gegen “rechtsstaatliche Grundsätze” und das “Naturrecht” verstieße. In den 60er Jahren vertraten die Sachverständigen den Standpunkt, dass es sich bei dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses nicht um nationalsozialistisches Unrecht, sondern um eine von der deutschen Ärzteschaft mit großem Verantwortungsbewusstsein umgesetzte Maßnahme zum Wohle des deutschen Volkes gehandelt habe.  

Es dauerte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch mehr als 60 Jahre, bis Zwangssterilisierte offiziell rehabilitiert wurden, das Leid, das ihnen zugefügt wurde, wird aber entschädigungsrechtlich nicht als Folge systematischen staatlichen Unrechts anerkannt.  

 

Aufhebung des NS-Erbgesundheitsgesetzes gefordert (Tagesspiegel 13.07.2006)

Die Geisteskranken waren von vornherein als erste Opfer der geplanten Euthanasie-Aktion ausersehen.“ 
-Bert Honolka

Nachdem ich die Autorin dieser (etwas befremdlichen) Ernährungsleitlinien kontaktierte und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gab, veranlasste sie, dass sie aus dem Internet genommen werden.

 

Ich hoffe, von Ärzteseite wird es noch eine gute Erklärung geben.

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
Adobe Acrobat Dokument 626.6 KB

„In der Verhandlung offenbarte sich Pfannmüller als unbeirrter Anhänger des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Gedankens und machte kein Hehl aus seiner rassistischen Einstellung. Sein aktives Mitwirken an den Krankenmorden redete er klein. Das Gericht zeigte Verständnis. Die bürgerlichen Ehrenrechte und somit der Doktortitel blieben ihm erhalten, auch ein Berufsverbot wurde nicht erteilt. Trotz des milden Urteils ging Pfannmüller in die Berufung und erreichte am 15. März 1951 eine Herabsetzung der Strafe auf fünf Jahre. Seine Reststrafe musste Pfannmüller aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verbüßen.“

NS Dokuzentrum nchen

Für die Einrichtung der Hungerhäuser wurde er dagegen nicht bestraft, weil ihm das Gericht damals nicht nachweisen konnte, dass Menschen zu Tode kamen.“dewiki

 

Die Regierung war schon im Jahr 2005 so sehr um das Leben und die Gesundheit von vulnerablen (unheilbaren) Bevölkerungsgruppen besorgt, dass sie am liebsten alle Essgestörten und Demenz-kranken künstlich ernähren lassen wollte.

 

In welcher Hinsicht könnte man eine synthetische, fettarme Kost als eine "notwendige Ernährung" bezeichnen??

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"Dr. Hermann Pfannmüller hob ein Kleinkind an den Beinen aus dem Bett und erläuterte: »Bei diesem wird es noch zwei bis drei Tage dauern.« [...]

Die Aushungerungs-Methode bot, so interpretierte Schmidt, für die bürokratisch-korrekten Schreibtisch-Täter den Vorteil, im klassischen Sinne kein Mord zu sein. Selektierte starben nicht mehr an Gift oder Gas, sondern an Stoffwechsel-Intoxikationen und Hunger-tuberkulose. [...]

Dem Obermedizinalrat Pfannmüller bestätigte das Münchner Schwurgericht nach dem Kriege, im klassischen Sinne kein Mörder zu sein." 

DER SPIEGEL 49/1965 

Es heißt immer, in der Natur werde »lebensunwertes Leben« von gesunden Tieren unbarmherzig ausgemerzt. Wie falsch diese Ansicht ist, bewiesen die Möweneltern. Denn je verkrüppelter ihre Kinder waren, desto liebevoller opferten sie sich für sie auf. Als all die gesunden Jungmöven der Kolonie schon längst flügge waren und ihre Eltern verlassen hatten, wurden die flugunfähigen Krüppel, die schon so groß wie ihre Eltern waren, immer noch gefüttert und gewärmt.“

 

Die Strafkammer [Hamburg 1949] ist nicht der Meinung, dass die Vernichtung geistig völlig Toter und >leerer Menschenhülsen< [...] absolut und a priori unmoralisch ist. Dem Altertum war die Beseitigung lebensunwerten Lebens eine völlige Selbstverständlichkeit. Man wird nicht behaupten können, dass die Ethik Platos und Senecas, die u. a. diese Ansicht vertreten haben, sittlich tiefer steht, als diejenige des Christentums.“       

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In etwa 15–25 Kinderbettchen lagen ebenso viele Kinder von ungefähr 1–5 Jahren. Pfannmüller explizierte in dieser Station besonders eingehend seine Ansichten. Folgende zusammenfassende Aussprüche dürfte ich mir ziemlich genau gemerkt haben, da sie entweder aus Zynismus oder Tölpelhaftigkeit erstaunlich offen waren. Diese Geschöpfe (gemeint waren besagte Kinder) stellen für mich als Nationalsozialisten nur eine Belastung unseres Volkskörpers dar. Wir töten (er kann auch gesagt haben ‚wir machen die Sache‘) nicht durch Gift, Injektionen usw., da würde die Auslandspresse und gewisse Herren in der Schweiz (gemeint war wohl das Rote Kreuz) nur neues Hetzmaterial haben. Nein, unsere Methode ist viel einfacher und natürlicher, wie sie sehen. Bei diesen Worten zog er unter Beihilfe einer mit der Arbeit in dieser Station scheinbar ständig betrauten Pflegerin ein Kind aus dem Bettchen. Während er das Kind wie einen toten Hasen herumzeigte, konstatierte er mit Kennermiene und zynischem Grinsen so etwas wie: Bei diesem z.B. wird es noch 2 – 3 Tage dauern. Den Anblick des fetten, grinsenden Mannes, in der fleischigen Hand das wimmernde Gerippe, umgeben von den anderen verhungernden Kindern kann ich nimmer vergessen. Weiterhin erklärt der Mörder dann, dass nicht plötzlicher Nahrungsentzug angewandt werden würde, sondern allmähliche Verringerung der Rationen.“

 

In den Prozessen und gegenüber Familienangehörigen bestritt Pfannmüller, der für über 3000 Todesfälle verantwortlich war, seine Beteiligung an den Euthanasieverbrechen. 

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Doch der Protest hatte nur vordergründig Erfolg: Getötet wurde nach wie vor, nur die Methoden änderten sich. Statt die Patienten in zentrale Anstalten zu deportieren und dort zu vergasen, wurden sie nun in den einzelnen Pflegeanstalten so lange gezielt vernachlässigt und mangelernährt, bis sie starben. Diese "dezentrale Euthanasie" hielten die Nationalsozialisten bis... [?]

Bereits im August 1942 begann Valentin Falthauser, Direktor der bayerischen Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee, in der Zweiganstalt Irsee mit der so genannten Hungerkost oder Entzugskost, unter den Mördern auch E-Kost genannt. Dabei handelte es sich um eine völlig fettlose Ernährung, die wesentlich nur aus abgekochtem Gemüse und Wasser bestand. Am 17. November fand auf Einladung des Ministerialdirektors im Bayerischen Innenministerium, Dr. Walter Schultze, eine Konferenz der bayerischen Anstaltsdirektoren statt. Dort referierte Falthauser die Anwendung fettloser Kost an arbeitsunfähige Kranke und „aussichtslose Fälle“. [...]

Diese Hungerkost machte die Patienten anfällig: Sie verhungerten nicht, sondern starben zuvor an Krankheiten, denen ihr geschwächter Körper keinen Widerstand mehr entgegensetzen konnte. Der Erlass ging auch an Hermann Pfannmüller, den Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar. Hier wurden zwei "Sonderkost-Häuser" eingerichtet, deren Bewohner hungern mussten. Ihre Tode sind gut dokumentiert: Die Ärzte fertigten detaillierte Gewichtslisten an; sie läsen sich wie Dokumentationen des Verbrechens, sagt Cranach.                                    Süddeutsche Zeitung 

 

 

 Leider ist Magersucht eine sehr schwere und nicht immer heilbare Krankheit. Nur ein Drittel der Betroffenen werden wieder gesund, ein weiteres Drittel hat zumindest Rückfälle und muss die Therapie immer wieder aufnehmen. Die besonders schwer Erkrankten kämpfen dauerhaft, und 20 Prozent aller Magersüchtigen verlieren diesen Kampf. Sie verhungern an ihrer krankhaften Selbstdisziplin.“ Die Zeit

 

 

Rund 350 000 bis 360 000 Menschen wurden seit 1933 auf der Grundlage des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert; 5 000 bis 6 000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben nach diesen Eingriffen. Zerstörte Lebensplanungen, Stigmatisierung und Ausgrenzung, die auch mit dem Jahr 1945 nicht zu Ende waren, waren die Folgen. 

 

Da in der Psychiatrie auch aus anderen Gründen gestorben wird, mußte Faulstich die Sterberegister fast aller deutschen Anstalten durchgehen, die Speisepläne untersuchen, um nach einzelnen Regionen und Orten differenziert herauszufinden, daß während des Zweiten Weltkriegs mehr als 100 000 "nutzlose Esser" vorsätzlich dem Hungertod preisgegeben wurden. 

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11.01.1961 Die Gesundheitsbehörde und die Ärztekammer Hamburgs sind nach Prüfung gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, daß keine rechtliche Möglichkeit und auch keine Veranlassung besteht, gegen die beteiligten Ärzte behördliche und berufsgerichtliche Maßnahmen einzuleiten.

 

Jeder zweite Arzt war Mitglied in Hitlers Partei (Tagesspiegel)

 Auch mein eigener Großvater war Arzt und SA-Mitglied. Bemerkenswert ist, dass auch er 1942/43 für unmündig erklärt wurde und in der gleichen Klinik wie ich Elektroschock-“Therapie“ (EKT) erhielt.

  

 

Das Paradoxon des Verhungert-Werdens und „Nicht-verhungernlassen-Dürfens“

 

Ein Leserbrief von Dr. med. Gerd Höfling
Ich besuche einen alten Freund, der seit zwei Jahren auf der Pflegestation eines Altersheimes "vegetiert". Diagnose: Alzheimer. Er sitzt im Sessel, erkennt mich nicht, gibt keinen Laut von sich, hört nicht und ist blind. Kein Lidschlag, wenn die Sonne in sein Auge fällt. Würde er nicht atmen, könnte er eine Mumie sein. Aus einer Flasche "Astronautenkost" fließt Saft durch einen Schlauch in seinen Leib. Drei Lungenentzündungen hat er durchgemacht. Auf Wunsch der Angehörigen hat der behandelnde Arzt nicht therapiert. Der Freund hat alle drei gut überstanden. Äußerung des Kollegen: "Er hat früher zu gesund gelebt." Die Angehörigen erzählen, der Freund hätte, als er noch Leben äußerte, sich die Schläuche herausgerissen. Offenbar wollte er nicht mehr leben. Jetzt kann er sich nicht mehr wehren. Auf die Frage, die künstliche Ernährung abzustellen, antwortet der Kollege: "Verhungern lassen dürfen wir ihn nicht." Wirklich?
"Verhungern" alte Leute, wenn sie sterben wollen oder müssen und immer weniger essen und immer weniger werden? Kann es nicht ein Abnehmen sowohl der cerebralen wie der somatischen Zell- und Organfunktionen sein bei oft intakter Herzfunktion? Wenn ein hinfälliger alter Mensch nicht mehr ißt, und er wird künstlich ernährt, ist das nicht genauso eine künstliche Lebensverlängerung wie eine künstliche Beatmung? Ich wünsche mir eine Diskussion über die Inappetenz der Sterbenden und die Quälerei des "Nicht-verhungernlassen-Dürfens". Gibt es keine Arbeit über das Nachlassen der Gewebsfunktionen der Sterbenden? Eine weitere Äußerung eines Juristen: "Selbst wenn Sie persönlich ein Schreiben aufsetzen, im nicht mehr ansprechbaren Zustand nicht künstlich ernährt zu werden, nützt Ihnen das nichts." Schöne Aussichten für uns alle!"

 








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