Die wahren Hintergründe von Essstörungen

Zwar gibt es von der Psychoanalyse bis zur Verhaltensmodifikation eine wahre Bandbreite an Annäherungsmöglichkeiten, aber alle Behandlungsmodelle haben eines gemeinsam: Sie gehen davon aus, dass die Magersüchtige vorsätzlich und stur sich weigert zu essen. Es besteht ein Konsens, dass die Patientin wieder gesund ist, wenn sie ihr Normalgewicht erreicht hat und wenn sie ihre geschlechtsspezifische Rolle wieder so spielt, wie ihre Umwelt es von ihr erwartet. Solche Interventionen stellen bestenfalls oberflächliche Versuche der Problembewältigung dar, und ihre Erfolge sind stets kurzlebig.💔Denn Anorexie ist kein bewusster Willensakt. [1]                            Triggerwarnung    

Ursachen finden vs. Symptome bekämpfen

In der Entstehung von Essstörungen spielen traumatische Kindheitserlebnisse eine entscheidende Rolle. Die gängigen schulmedizinischen Therapien - Esszwang und Verhaltenstherapien - sind ineffektiv, weil sie nur die Symptome (das Essverhalten) adressieren, die eigentlichen Ursachen aber ignorieren. Der Fokus wird darauf gelegt, spezifische  Gedanken und Verhaltensweisen zu ändern, und gleichzeitig Erinnerungen zu verdrängen. Diese Therapieformen können grausam sein, und die Betroffenen retraumatisieren. Gesprächstherapie erreicht nicht das implizite Gedächtnis in der rechten Gehirnhälfte, und ist deswegen für Trauma-Patienten ebenfalls ungeeignet. Die BMI-15-Begrenzung in fast allen Therapieeinrichtungen ist unsinnig, weil Essstörungen ihren Ursprung nicht in einem Denkfehler haben, zu dessen Einsicht die PatientInnen in einem rationalen Gespräch geführt werden können.

Die multizentrische Essstörungsstudie [...] untersucht die Resultate stationärer Essstörungsbehandlung in 11 europäischen Ländern mit folgendem Ergebnis: europaweit liegt der Anteil erfolgreicher Behandlungen im Mittel bei 30%, in der 1-Jahreskatamnese bei 40%. Deutschland schneidet etwas unterdurchschnittlich ab. Die stationäre Behandlungsdauer liegt in Deutschland im Mittel bei ca. 11 Wochen, in den Niederlanden bei ca. 26 Wochen. Diese Resultate geben insgesamt in ihrer Bescheidenheit zu Denken.“ [2]

 

Harlows traumatisierte Affen als Analogie

 

In diesem Experiment war das Bedürfnis der Affenbabys nach Liebe und Geborgenheit so groß, dass sie fast ausschließlich sich bei der Stoffattrappe aufhielten, die keine Nahrung anbot.

 

Die Verhaltensunterschiede, die Harlow zwischen den Affen, die mit Leihmüttern aufgewachsen waren, und denen mit normalen Müttern beobachtete, waren:

 

a) Sie waren viel schüchterner.

b) Sie wussten nicht, wie sie mit anderen Affen umgehen sollten.

c) Sie wurden leicht gemobbt und konnten nicht für sich selbst eintreten.

d) Sie hatten Schwierigkeiten bei der Paarung.

e) Die Weibchen waren unzureichende Mütter.

 

Als die isolierten Affenbabys wieder in die Gruppe aufgenommen wurden, waren sie sich nicht sicher, wie sie miteinander umgehen sollten - viele blieben von der Gruppe getrennt. Einige waren so überwältigt, dass sie sich weigerten, zu essen, und in wenigen Tagen starben - an „emotionaler Anorexie“, wie Harlow feststellte. Das allgemeine Muster war, dass sich die psychisch gebrochenen Tiere in einem chronischen Alarmzustand befanden und Angst vor Berührungen oder Annäherungen anderer hatten. Viele zeigten selbstverletzendes Verhalten und einige neigten dazu, plötzliche Aggressionen zu zeigen.“ 

 

Die institutionelle Therapie von Essstörungen kann man analog zur Drahtattrappe sehen, sie kann bestenfalls Leben erhalten, aber keine Entwicklungstraumata heilen, weil sie essentielle Bedürfnisse ignoriert. Viele Magersüchtige sterben weniger an einer Mangelernährung als an Berührungsdeprivation, Liebesentzug und Vereinsamung.

Phantasieprodukte?

Sehr häufig beschreiben Magersüchtige das Gefühl, dass andere beliebig in sie einzudringen scheinen, was sie dann gerade im Bauch wie einen diffusen, äußerst widerwärtigen Fremdkörper empfinden. In der Logik des magersüchtigen Persönlichkeitsteils sind dann Abführmittel, Nahrungsverweigerung, exzessiver Sport adäquate Mittel zum Austreiben und Abtreiben dieser eingedrungenen Fremdgefühle. Auffällig häufig und ohne dass ich dies in der Literatur finde, sind unsere magersüchtigen Patientinnen sehr hübsch oder besser: Sie könnten schöne junge Frauen sein, wenn sie nicht Skelette wären.“ [2]

1980 behauptete das führende Lehrbuch der US-Psychiatrie immer noch, dass Inzest weniger als einer von einer

Million Frauen
widerfuhr und dass seine Auswirkungen nicht besonders schädlich waren.

Waren die damaligen Psychiater so realitätsfremd, oder gab es andere Beweggründe? 

 

Freud erwähnt im Zusammenhang mit dem Ess-Brechverhalten die orale Sexualität evtl. mit Verschlucken des ****** des Vaters. Diese Bemerkung zielt auf die innere Realität der Patientin hin. Heute wissen wir jedoch, dass häufig Realtrauma zur Geschichte bulimischer Patienten gehören. 60 – 80 % stationär behandelter Patientinnen mit Bulimie weisen eine Missbrauchsgeschichte mit sexuellem Übergriff, Inzest oder Vergewaltigung auf, zu welcher nicht selten auch Nötigung zum oralen Geschlechtsverkehr gehört” [3]

 

Der Berufsverband für Frauenärzte schreibt:

In einer von ihnen untersuchten Gruppe essgestörter Patientinnen stellten sie bis zu 69% sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen fest. Deutsche Studien konnten diesen hohen Anteil jedoch nicht bestätigen. Untersuchungen ergaben, dass die Anfälligkeit für psychophysische Störungen nach dem Erleben sexueller Gewalt ganz allgemein steigt. Ein konkreter Zusammenhang mit Essstörungen ließ sich jedoch nicht herstellen.[4]

 

In meiner Erfahrung haben fast alle mit Bulimie (und die meisten mit Anorexie) ein sexuelles Trauma in ihrer Vergangenheit. Essstörungen sind wortwörtlich:

ICH KONTROLLIERE WAS IN MEINEN KÖRPER GEHT

Viele haben keine Erinnerungen und manche werden sie niemals zurück erlangen.(Zitat einer ehemaligen Bulimikerin) 

 

In der MetaAnalyse von Stice (2002) wird z.B. deutlich, dass es keine empirischen Belege für einen Zusammenhang von sexuellem Missbrauch und Essstörungen gibt.[]

 

In der Literatur über Anorexie wurde dieses Thema lange Zeit  weitgehend übergangen, auf   www.magersucht.de steht:

In vielen Magersuchtsfamilien empfindet der Vater einen leicht erotischen Gefallen an seiner heranwachsenden Tochter. Dieser Problematik geht die Tochter mit der Abmagerung aus dem Weg, da sie das Frau werden mit dem Hungern unterdrückt.”

 

Es muss ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen sein, sexuellen Missbrauch als “leicht erotischen Gefallen” zu verharmlosen.  Ärzte und  Therapeuten sind ein Faktor,  warum  nur ein  kleiner  Prozentteil von Vergewaltigungen strafrechtlich verfolgt werden.

Selten standen WissenschaftlerInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, MedizinerInnen und JuristInnen auf der Seite der Opfer. Vielmehr waren sie meist damit beschäftigt, zu beweisen, dass die Opfer lügen, phantasieren, es selbst wollten usw. Somit waren sie alle Teil des gesellschaftlichen Verleugnungssystems und bekamen dafür auch noch Geld.” [5]

 

Es ist bekannt, dass Ärzte - anstatt die Möglichkeit sexuellen Missbrauchs anzuerkennen - behaupten, Kinder könnten durch Kleidung, Handtücher oder Toilettensitze an Geschlechtskrankheiten erkrankt sein. Eine Idee, welche die Grenzen der biologischen Möglichkeiten überschreitet. [6] 

 

Auch heute noch werden in Lehrbüchern phantastische Vorstellungen über die Übertragungsmechanismen von Geschlechtskrankheiten bei Kindern vertreten; Mädchen und Jungen sollen sich über wohltemperierte Waschlappen, Schwämme o. ä. Infizieren.“ []

 

Nach Überzeugung von ca. zwei Dritteln einer 1999 befragten Stichprobe von 91 psychotherapeutischen ExpertInnen ist es für sie dann ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Erzählungen ihrer KlientInnen um ein Phantasieprodukt handelt, wenn diese KlientInnen die Schuld für das Geschehen eher beim Täter suchen oder wenn sie mit größerer Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Damit wird deutlich, was für ein Ausmaß an geradezu grotesker Verwirrung im psychotherapeutischen Lager herrscht.” [7] 

Die Realität sieht jedoch anders aus:

 

The significance of sexual conflicts in many patients with eating disorders has been well documented. However, even when these have been considered to have some degree of etiological importance, the occurrence of actual sexual trauma or incest in the early lives of these patients has been generally neglected in the literature. At one point in time, it was noted that five of six patients on an inpatient unit for eating disorders revealed an early history of sexual abuse or incest. [8]

 

Anorexia nervosa tritt, wie Hilde Bruch (1982) anführte, nicht selten nach einer Filmvorführung oder einer Unterrichtsstunde über Sexualkundeunterricht auf. 

 

Es ist davon auszugehen, „dass etwa jedes vierte Mädchen vor seinem 16. Lebensjahr sexuell missbraucht wird (in 90% der Fälle fand der Missbrauch vor dem 12. Lebensjahr statt) und dass in 66% der Fälle der Täter ein Familienmitglied ist, d.h. Inzest vorliegt.“ [9

 

Prädisponierende Faktoren für eine Zwangsbehandlung waren sexueller oder körperlicher Missbrauch in der Kindheit.“  [10]

Triviale Expertenstudien

Trotz der  jahrzehntelangen  Misserfolge wird  weiterhin nach  organischen  Ursachen gesucht.  Als Expertise  bei Anorexia nervosa gilt in Deutschland die Charité, ich möchte als Beispiel eine Publikation der Vorzeigepsychologin Laurence Erdur anführen, für welche diese einen Doktortitel verliehen bekam. In der Studie wurde untersucht, ob Stimuli (Fotos von Frauenkörpern, Essen) sich auf das Essverhalten auswirken. Die Hypothesen -

 

Patientinnen mit AN und somatischer Komorbidität haben ein höheres Mortalitätsrisiko als Patientinnen mit AN ohne somatische Komorbidität.“[11] -

 

- sind genauso inhaltsleer und selbsterklärend wie die Ergebnisse:

 

Die Ergebnisse der ersten Studie zeigten, dass die affektiven Stimuli von allen vier Gruppen hinsichtlich der Valenz nicht signifikant unterschiedlich bewertet wurden: aversive Stimuli wurden als unangenehmer als neutrale bewertet, positive Stimuli als angenehmer als neutrale Stimuli. Analog zeigten sich ein höheres Angstniveau in allen Gruppen bei aversiven Reizen als bei neutral/positiven Reizen, sowie ein niedrigeres Angstniveau bei positiven gegenüber negativen Reizen.“[11]

 

Der Fachjargon und die hohe Frequenz an Fremdwörtern täuscht nur über die Trivialität der Studie hinweg. In anderen Publikationen untersucht sie die Herzratenvariabilität, abnormale Brainscans und sucht in der Gehirnchemie (zu hoher Serotonin-Spiegel) die Ursache für AN. Sie scheint dabei zu übersehen, dass alles auf eine posttraumatische Belastung hindeutet:[12][13]

Sie versucht die Krankheit zumindest in ihren Publikationen ausschließlich mit dem biomedizinischen Modell zu erklären und ist damit in einer Linie mit der Psychiatrie, welche psychosoziokulturelle Ursachen von psychischen Krankheiten entweder verleugnet, vernachlässigt oder ignoriert.

 

Die Forschung zu Essstörungen ist stark unterfinanziert. Das National Institute of Health stellt nur 93 Cent  Forschungsgelder für jede Person bereit, bei der eine Essstörung diagnostiziert wurde. Im Vergleich dazu geben sie 88 US-Dollar für jede Person, bei der Autismus diagnostiziert wurde. 

Der Großteil der Forschung findet im Fachbereich Neurologie statt, rechts sieht man die drei Anorexie-Therapien der Zukunft.

 

Aversive Stimuli

 

Wie wird das Ergebnis der Studie, welches einem der gesunde Menschenverstand hätte sagen können, für die Therapie verwendet?

Eine Langzeitpatientin, die (unfreiwillig) am Stück über ein Jahr stationär in der Charité verbrachte, erlitt durch den Krankenhausfraß ein zusätzliches Trauma. Ich hatte viele nicht-essgestörte Zimmernachbarn, welche auf Grund des ungenießbaren Krankenhausessens während des Aufenthalts viel Gewicht     verloren, oder sich selber mit Essen versorgten, wozu Essgestörte keine Möglichkeit haben. Das allerwichtigste, um die Freude am Essen wieder zu gewinnen, wäre doch appetitliches, gesundes und liebevoll zugerichtetes Essen. Das Krankenhausessen lässt sich eindeutig als einen „aversiven Stimulus“ kategorisieren. In anderen Kliniken (z.B. Vivantes) soll das Essen noch ungenießbarer (schimmeliges Brot u. a. ) sein. Der Milchreis in der Charité ist unerträglich mit Süßstoff gesüßt. 

Künstliche Süßstoffe  können auf lange Zeit zu einer Gewichts­zunahme führen und das Risiko für Adipositas, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen steigern. Denn Zuckerersatzstoffe stehen unter Verdacht, den Stoffwechsel, die Zusammensetzung der Darmbakterien und den Appetit zu beeinflussen.

Außerdem wurden in der Studie Frauenkörper als Stimuli ausgetestet. Auf der Charité-Psychosomatik gibt es eine junge, hübsche, charismatische und einigermaßen gesund aussehende Ernährungsberaterin, die aber Privatpatienten vorbehalten zu sein scheint. Dann gibt es noch eine Diätassistentin, welche für die Essgestörten zuständig ist. Ihre Frustrationen lässt sie oft an den Patienten aus. Man könnte meinen ihr unerfüllter Kinderwunsch hat sich in einer chronischen Scheinschwangerschaft manifestiert. Jedenfalls hätte sie dringend eine     Entschlackungskur nötig. Die Magersüchtigen, welche von ihr beraten werden, müssen in einem permanenten Panikzustand sein, am Ende so auszusehen, wie die Diätassistentin, wenn sie ihren Ernährungsplan befolgen. Ihr "Fachwissen" beschränkt sich auf die BMI-Formel und die Kenntnis der Ernährungspyramide, ich habe sie ausgetestet.

In der Klinik Havelhöhe Berlin ist als Ernährungsexpertin eine „ehemalige“ Anorektikerin/Bulimikerin, Katja Stein, zuständig. Als ich sie vor kurzem sah, wirkte sie noch magerer als die essgestörten Patientinnen. Wenn man weiß, wie sehr Magersüchtige untereinander konkurrieren, sollte man verstehen, wie kontraproduktiv eine stark untergewichtige Ernährungsberaterin ist.

"Fettarme" Ernährungsleitlinien (Charité)

In den Leitlinien zur Behandlung von Essstörungen der Charité (Dr. Verena Haas) wird 5 mal die große Bedeutung von fettarmen Nahrungsmitteln betont, und damit die irrationale Phobie der Essgestörten verstärkt. Von Obst, Gemüse oder Nüssen ist kein Wort die Rede. Hier ist ein Screenshot:

So oft wie unterstrichen und fett gedruckt "fettarm" und "wenig Fett" und "kalorienarm" genannt wird, würde man denken, dieser Text wäre von Magersüchtigen und nicht von Ernährungsexperten verfasst. Der Krankenhausküche sollte man den 8. Punkt ans Herz legen.


Wenn man kalorienarme Getränke bevorzugen soll, ist dann eine Diät-Cola gesünder als ein frisch gepresster Fruchtsaft? Ist Fresubin ein kalorienarmes Getränk? Hierbei handelt es sich um klassische double-bind Botschaften. Einerseits wird Essgestörten gesagt, sie müssten unbedingt mehr essen, gleichzeitig wird ihnen vermittelt, fettarm und kalorienarm sei etwas Positives. Der Fett- oder Kaloriengehalt hat in Wirklichkeit absolut keine Aussagekraft über den Gesundheitswert. Untergewichtige Magersüchtige sollten natürlich viel Fett und hochkalorisch essen!

2019 fand die Autorin der Leitlinien heraus, dass mit einer fettreichen Ernährung das Refeeding-Syndrom nicht auftritt. In dem gleichen Artikel wird erwähnt, dass es eigentlich keine wissenschaftlichen Grundlagen für diese Leitlinien gibt, sie sind also eher aus einem Bauchgefühl entstanden.

Als ich Fr. Dr. Haas kontaktiere antwortete sie, die Leitlinien wären eigentlich für Adipositas gedacht gewesen. In den fast 10 Jahren ist also keinen der Fachleute aufgefallen, dass die falschen Ernährungs-leitlinien benutzt wurden? Fr. Dr. Haas hat leider keine Konsequenzen gezogen, deswegen veröffentliche ich ihre E-Mail.

Ohne "high fat" vs. "high carb" beurteilen zu wollen, aus persönlicher Erfahrung weiß ich welche Tortur Blutzuckerschwankungen bei starkem Untergewicht sind, die mit einer "fettarmen" Ernährungsweise einhergehen, aber mit einer fettreichen Ernährung vermeidbar sind. Dr. Berg (Video) ist auch der Meinung, dass man den gestörten Metabolismus mit einer ketogenen Ernährung besser heilen kann.


Dr. Berg hat offensichtlich keine Kenntnisse über den psychischen Aspekt einer Essstörung, low carb und IF ist natürlich zu restriktiv, er ist nur eine Gegenmeinung zu den Leitlinien aus physiologischer Sicht.

In der Charité CBF bekommen Essgestörte oft fettarme Milchprodukte, welche weder hilfreich zur Gewichtszunahme noch zur -abnahme sind. Außerdem übersäuern sie den Körper noch stärker, haben einen geringen Sättigungswert, und das Milchkalzium wird ohne Fett vom Körper schlechter absorbiert. Dabei wurde 2015 in den offiziellen Ernährungsleitlinien die Empfehlung für eine fettarme Ernährung revidiert.

Antidepressiva, Serotonin und Gewichtszunahme

 

Weder im Zustand des akuten Hungers noch als Prophylaxe nach Gewichtsrehabilitation hat eine Medikation mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor, SSRI) einen positiven Effekt auf Essstörungssymptomatik, Depression oder Zwangssymptome bei Patientinnen mit AN gezeigt“, schreiben Dr. med. Katharina Bühren und Prof. Dr. med. Beate Herpertz-Dahlmann.

 

Es konnte niemals ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Serotonin nachgewiesen werden und der Wirkungsmechanismus von SSRIs ist bis heute unklar.

 

In den 1990er Jahren … wusste niemand, ob SSRI den Serotoninspiegel hebt oder senkt; man weiß es auch heute noch nicht … Es gab keinerlei Nachweis, dass die Behandlung etwas bewirkte.“

Psychiater David Healy, 2015

 

Dennoch werden Schlussfolgerungen wie ‚Die Depression beruht auf einem biochemischen Ungleichgewicht‘ gezogen, allein aus semantischen Deutungen und dem Wunschdenken von Wissenschaftlern, Psychiatern und einer breiten Öffentlichkeit, die alles glaubt, was den Stempel der medizinischen Forschung trägt.“ Psychiater David Kaiser

 

Jede zweite Magersüchtige hat als Komorbidität Depressionen, weswegen ihnen oft SSRIs verschrieben werden. Die Hypothese, dass ein Serotoninmangel die Depression verursacht wird bei Magersucht aber nicht bestätigt, Magersüchtige haben sogar einen abnormal hohen Serotonin-Spiegel. 

 

Kurzeitige Nahrungskarenz → gesteigerte Serotonin-Synthese • Mittelfristig führt Nahrungskarenz bei jungen Ratten zur Hemmung des Serotonin-reuptakes (entspricht der SSRI-Wirkung).

 

Möglicherweise ist eine erhöhte Serotonin-Aktivität mit bestimmten Charakteristika assoziiert, wie z. B. Nahrungsrestriktion und rigides, gehemmtes, ängstliches und zwanghaftes Verhalten, wie sie bei der Anorexie auftreten. [14]

... Hunger führt tatsächlich dazu, dass sich Menschen mit Magersucht besser fühlen, indem sie das Serotonin in ihrem Gehirn senken. Während sie weiterhin hungern, erhöht das Gehirn die Anzahl der Serotoninrezeptoren, um das verbleibende Serotonin effizienter zu nutzen. Um sich weiterhin besser zu fühlen, muss sich die Person weiter hungern, was einen Teufelskreis erzeugt. Wenn jemand mit Magersucht wieder zu essen beginnt, steigt der Serotoninspiegel an, was zu extremer Angst und emotionalem Chaos führt.“ [15] 

Wenn diese Theorie zutrifft, würden Antidepressiva den Teufelskreis der Magersucht fördern. 

Artikel: „In den vorliegenden Analysen berichteten diejenigen, die Antidepressiva einnahmen, zu Studienbeginn über schwerwiegendere ES-, Depressions- und AngstsymptomeIn diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass keiner der Teilnehmer der Antidepressivumgruppe, aber 3/10 (30%) der Teilnehmer der Gruppe ohne Antidepressivum vor der rTMS-Behandlung über eine Verbesserung der ES-Symptome berichteten.

Warum werden trotzdem SSRIs verschrieben? STUDIE - Auch Fluoxetin macht langfristig dick [16][17] 

Researchers are still puzzled as to why, if anorexics already have high levels of serotonin, then SSRIs (medications like Prozac which raise serotonin levels) are successful treatments for some individuals.

Die Antwort liegt nahe: der Placebo-Effekt. Depressionen sind außerdem zyklisch, meistens kommt es auch ohne Behandlung zu einer spontanen Remission. 

 

Ein Symptom von Magersucht ist ein starker Bewegungsdrang. Eine häufige Nebenwirkung von Antidepressiva ist Akathisie (Ruhelosigkeit).

 

Antidepressants double the occurrence of events in adult healthy volunteers that can lead to suicide and violence.

 

 

[…] trotz der zahlreichen physiologischen und psychologischen Störungen der Patientinnen mit einer Anorexia nervosa kein signifikanter Nutzen durch eine der eingesetzten Substanzen [Neuroleptika, Antihistaminika und Antidepressiva, speziell Serotonin-Reuptake-Hemmer] nachgewiesen werden konnte.[13] 

 

Versucht man Antidepressiva abzusetzen, können starke Entzugserscheinungen (Nebenwirkung: Anorexie) auftreten, und der sogenannte Rebound-Effekt.

 

Wie kann ein solcher Werbespot Menschen dazu bewegen, Antidepressiva zu nehmen? (den zweiten Teil beachten)


Eine Studie ergab, dass die Einnahme von Antidepressiva während der Behandlung mit transkranieller Magnetstimulation (rTMS) zu einer Verbesserung der Symptome von Essstörungen führte, jedoch nicht zu einer Verbesserung der depressiven Symptome.

Dieses Ergebnis könnte man mit einem doppelten Placebo-Effekt erklären und zeigt, dass Antidepressiva viele Wirkungen haben, aber keine reale antidepressive Wirkung. Und auch bei Hirnstimulation muss man zwischen Heilung und Gehirnschaden unterscheiden. 

Studie zeigt, dass die elektrische Hirnstimulation das Gedächtnis beeinträchtigt

BMI (Body Mass Index)

 

Der BMI ist eine Formel, die sich von einem Mathematiker erdacht wurde und keine medizinische Relevanz hat. Der BMI-Wert korreliert lediglich mit Über/Untergewicht. Ein Bodybuilder, der fast kein Körperfett hat würde von seinem BMI als „Adipositas“ gewertet werden. Auch wird die Knochenschwere, der Körperbau, Hydration oder extrazelluläres Wasser nicht berücksichtigt. Manche verhungern mit einem BMI 14, andere können mit einem BMI 10 noch in einer eigenen Wohnung wohnen. Frauen mit Lipödemen werden regelmäßig als "Adipositas" fehldiagnostiziert and fehlbehandelt.

Sich an solchen Werten zu orientieren, ist nur fehlleitend. Auch lässt sich der Kalorienbedarf nicht mit einer Universalformel berechnen. Ich habe unzählige Male erlebt, dass die Kalorienmenge bei nicht-essgestörten Zimmernachbarn falsch war und angepasst werden musste. Einer übergewichtigen Adipositas-Patientin wurde gesagt, sie würde nicht abnehmen, weil sie zu wenig Kalorien essen würde, in Wirklichkeit war die Ursache im ungesunden Krankenhausessen zu suchen.

 

Eine Umfrage unter 500 Patienten im Jahr 2013 ergab, dass 40 Prozent mitgeteilt wurde, ihr BMI sei nicht niedrig genug, um das Recht auf eine Behandlung zu haben. In den USA dürfen Krankenkassen die Zahlung für die Behandlung von Essstörungen aufgrund ihrer eigenen diagnostischen Kriterien ablehnen. Dieses unlogische System bedeutet, dass Ärzte darauf warten, dass der Zustand eines Patienten kritisch - sogar lebensbedrohlich - wird, bevor sie eine Therapie anbieten. Was wäre, wenn man die gleiche Einstellung zu körperlichen Krankheiten wie Krebs oder anderen psychischen Störungen wie Schizophrenie einnehmen würde?“

Der BMI als einziges Kriterium, sei es für den physischen oder den psychischen Aspekt einer Essstörung, ist schrecklich fehlerhaft. [...] Ebenso sollte man das Erreichen eines bestimmten BMIs nicht als Beweis für eine Genesung nehmen.“

Psychoanalytischer Nonsens


Die Abkehr von der Annahme realer sexueller Erfahrungen zugunsten einer Interpretation als »Phantasie«-Gebilde wird gewöhnlich als entscheidender Schritt für den Beginn der Psychoanalyse gewertet: Statt des passiven Erleidens (der Verführung) wurde nun ein aktives Erleben frühkindlicher Sexualität als wesentliches Moment gesehen – der Schritt von der Vergewaltigung durch den Vater hin zum »Ödipuskonflikt«. Es sei allerdings daran erinnert, dass diese Wende von anderen (speziell im Bereich der feministischen Diskussion) mit dem Argument kritisiert wird, Freud habe damals mit dieser Neuinterpretation seine Kenntnisse über das Ausmaß des realen sexuellen Missbrauchs verschwiegen, um die Täter zu schützen.“
Als Nebensymptome von Bulimie werden Kleptomanie, Abführmittelmissbrauch und Vegetarismus diskutiert und Assoziationen mit Masturbationskonflikten und phallischen Aktivitäten, z. B. Reiten, bei Jugendlichen ausgearbeitet.“
Der Psychoanalyse zufolge hat die Pferdebesessenheit von Mädchen mit einem Penisneid zu tun, und das Erbrechen ist ein masturbatorisches Äquivalent.
Präödipale Fixierungen an die Mutter führen zu Schwierigkeiten in der psychosexuellen Entwicklung und  magersüchtige Mädchen verdrängen sexuelle und masturbatorische Konflikte von den Genitalien in den Mund.“
Im Rahmen triebtheoretischer Analysen wurde Magersucht zudem unter dem Gesichtspunkt ödipaler Konflikte gedeutet: Ödipale Konflikte, also Konflikte infolge eines fehlgeschlagenen Identifizierungsprozesses mit der eigenen Geschlechtsidentität, bedingen demnach das symptomatische Verhalten Magersüchtiger, verstanden als oralisierte Form einer Empfängnisphobie. Diese Theorie ist jedoch als unzureichend für das Auftreten von Magersucht zu bewerten, zumal sie die stetig steigende Rate von Erkrankungen trotz Aufklärung und zunehmender Emanzipation nicht zu erklären vermag.“ „Ein weiterer Aspekt triebtheoretischer Überlegungen zielt auf das autodestruktive Verhalten, das Magersüchtige aufweisen. Anlehnend an FREUDS Ausführungen zum Todestrieb interpretiert HANS WILLENBERG die anorektische wie auch die bulimische Symptombildung als eine autodestruktive Verhaltensstörung im Sinne einer ungehemmten Form des Todestriebes. So gesehen steht Magersucht für eine Auflehnung gegen biologische Gesetzmäßigkeiten, für ein Spiel mit dem Tod, welches – den Drang nach Autonomie beinhaltend – die Kehrseite des Wunsches nach Sicherheit und Schutz bildet.“ [18]

 

Wenigstens folgt in der selben Publikation gleich eine Selbstkritik:

Offensichtlich ist, dass Verhaltenstheorien in ihrem gedanklichen Ansatz tiefenpsychologischen/ psychoanalytischen und auch psychomorphologischen Konzepten ganz klar gegenüberstehen. Verhaltenstheorien versuchen Verhalten zu objektivieren und „mechanisch“ zu beeinflussen. Kritik wird an beiden Konzepten geübt. Wesentlicher Angriffspunkt speziell bei der analytischen Behandlung Magersüchtiger liegt in der zurückhaltenden Behandlung der Symptomatik. Starke Auszehrungszustände müssen immer erst – sei es im äußersten Fall durch Zwangsernährung – behoben werden, damit Patienten sowohl körperlich als auch mental überhaupt erst therapiefähig sind. Zugleich zeigen Magersüchtige einen starken Widerstand, wenn sie die Krankheit leugnen und keinerlei Einsicht zeigen. In diesem Fall ist davon abzuraten, Widerstände zu forcieren, da die stärkste Widerstandsform – die Nahrungsverweigerung – zur Waffe gegen den Therapeuten eingesetzt werden kann. Dann ist dieser doch gezwungen einzugreifen, sprich den Widerstand zu brechen und den Patienten zur Nahrungsaufnahme zu zwingen.“

 

Das mangelnde Einfühlungsvermögen muss also mit Gewalt kompensiert werden.

Esszwang eine Notwendigkeit?

Ein positiver Aspekt in der Charité ist, dass man dort nicht seinen Teller aufessen muss, es gibt nur indirekten Zwang und Druckmittel. Anders in Havelhöhe, dem Theodor-Wenzel-Werk und der Ananke-Klinik in Freyung, wo ich mich nach wenigen Tagen selbst entließ. 

 

Ananke (griechisch) - Zwang, schicksalhafte Notwendigkeit

 

Zwang ist keine schicksalhafte Notwendigkeit für Essgestörte!

 

Arguments against compulsory treatment 

Conversely, mental health professionals arguing against involuntary treatment recognize that while involuntary treatment prolongs life, in the long term it may actually be more destructive and counterproductive for the client’s autonomy to be usurped, leaving her feeling out of control and desperate to resort to more drastic measures to return to her former weight upon discharge from the hospital. Furthermore, those opposed to involuntary treatment argue that such treatment is not curative and indicative of longer chronicity and an increased risk of suicide. A major tenet of those against involuntary treatment involves the ruptured therapeutic alliance and decreased likelihood of seeking subsequent treatment after a compulsory admission. [19]
 
Im Jahr 2004 sprach ein Landgericht einer zwangsernährten Anorexie-Patientin ein Schmerzensgeld von  200.000 € zu. Eine der Begründungen war:
"Die Heilung von deren Krankheit sei nur über eine psychosomatische Langzeitbehandlung und nicht mittels Zwangsmaßnahmen zu erwarten gewesen.“ [20]
 
Viele Essgestörte entwickeln sich erst durch den Esszwang in der Therapie vom restriktiven Typus zum purging Typus. In manchen Kliniken muss gleich am ersten Tag die volle Portion gegessen werden, was nach einer längeren Hungerphase ernährungsphysiologisch sehr schädlich ist. Bei vielen Kleinkindern ist der Zwang den Teller aufzuessen ein Auslöser für ES und Nahrungsmittel-Aversionen.- Es stört die fragile Allianz zwischen Patient und Behandlungsteam

 

- Der Patient kann sich gegenüber dem Behandlungsteam entmachtet und verbittert fühlen, was sich auf zukünftige persönliche und berufliche Beziehungen auswirken kann

- Es ist invasiv, beängstigend, unangenehm und spiegelt die Dynamik des Traumas wider

- Die Zwangsernährung bei Patienten mit geringem Gewicht erreicht weder eine Verminderung des Leidens nach eine Besserung der Krankheit -Medizinische Komplikationen, d. H. Aspiration; Nasenbluten und Nasenreizung; Reflux und Sinusitis

-Der Schlauch wird möglicherweise nicht richtig eingeführt, öfter vorkommt, wenn es zwanghaft durchgeführt wird.

- Patienten werden emotional an die nasogastrische Ernährung gebunden und sind ängstlich bei der Aussicht die Sonde zu entfernen

- Wird als Bestrafung verwendet und als Strategie angesehen, mit der Ärzte ihre Kontrolle geltend machen -Es kann die Tendenz verstärken, sich nur auf körperliche Symptome und nicht auf die psychische Auswirkungen von AN zu konzentrieren

- Es kann Patienten nichts über Essen, Lebensmittelauswahl oder Portionsgröße beibringen oder ihren Körper genauer wahrnehmen

- Medizinische Komplikationen, d. H. Infektionen, arterielle Verletzungen, Herzrhythmusstörungen (durch Platzierung), Veränderungen des Gefäßendothels, Hyperosmolarität und Hyperglykämie; Hypophosphatämie und Hypokaliämie

 

Kognitive Verhaltenstherapie (Symptomverschiebung)

Mäßige Erfolge soll die Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexie haben. Aber auch hier werden die Ursachen ignoriert, es wird nur versucht, das Verhalten zu verändern, es kommt bestenfalls zu einer Symptomverschiebung. Die Patienten werden wie seelenlose automatenhafte Wesen behandelt, die man wie Ratten konditionieren kann, was ich sehr entwürdigend finde. 

„Kritikpunkte bezüglich der Verhaltenstherapie beziehen sich im Umkehrschluss gerade auf die Symptombezogenheit. Sicherlich bergen lerntheoretische Konzeptionen Potential in der psychologischen Verhaltensforschung, doch greifen sie immer zu kurz, wenn sie ein ganzheitliches Erleben und Geschehen unberücksichtigt lassen. Zudem muss auch bei so bezeichneten „kognitiven Defiziten“ gefragt werden, in welchem Gesamtzusammenhang sie zu sehen sind und ob eine rein kognitive Betrachtung dieses Phänomens ausreichende Erklärung bietet. Muss man nicht vielmehr fragen, welchen „Sinn“ (in einem Gesamtzusammenhang verstanden) ein Verleugnen verfolgt? Es deutet sich an, dass mit der im Folgenden vorgestellten Methode ein anderer Weg gesucht wird, um „magersüchtiges Geschehen“ zu ergründen und verständlich zu machen.“ [21]

 

Obwohl eine ausreichende empirische Evidenz fehlt, besteht Einigkeit darüber, dass eine psychotherapeutische Behandlung der AN unabdingbar ist.“ [22][23]Das hört sich für mich wie ein quasi-religiöses Dogma an und entlarvt Psychotherapie als Pseudowissenschaft.

Darin wurden 120 Anorexie-Patienten über 12 Monate entweder nach Ansatz individueller Psychotherapie (adolescent focused individual therapy – AFT), die sich auf Aufarbeitung psychischer Probleme konzentriert, oder nach Ansatz der auf der Mitwirkung der Familie basierenden Therapie (FBT) behandelt. Das Ergebnis: Nach einem Jahr waren mehr als 50 Prozent der Jugendlichen aus der FBT-Gruppe genesen. Sie hatten 95 Prozent ihres normalen Körpergewichts erreicht sowie eine gesunde psychische Einstellung zum Essen. In der Patientengruppe mit individueller Psychotherapie (AFT) gelang dies nur bei 23 Prozent. Bei einer Untersuchung ein weiteres Jahr später waren 40 Prozent der AFT-Patienten rückfällig geworden, in der Gruppe der FBT-Patienten dagegen nur 10 Prozent.“ 

Gewichtsverträge und sogenannte Konsequenzen

 

Durch diesen Vertrag und unsere Sichtweise wird die Krankheit von einem Ess- zu einem Gewichtsproblem umdefiniert.“ 

 

Aus dem "Vertrag" kann die PatientIn schon von Anfang an ersehen welche Konsequenzen welches Gewicht (nicht welches Verhalten!) hat.

 Wenn überhaupt wäre es gerecht, für sein Verhalten bestraft zu werden, und nicht für sein Gewicht.

Ein magersüchtiges Mädchen, welches sehr athletisch und körperlich aktiv war, schaffte mit der ausgerechneten Kalorienzahl nicht die erforderliche Gewichtszunahme, weil sie einen höheren Energiebedarf (der bis zu 100kcal/kg Körpergewicht betragen kann) hatte. Sie war so ehrlich, nicht durch Wasser trinken das Zielgewicht zu erreichen. Obwohl sie alles gegessen hatte, bekam sie daraufhin eine Gelbe Karte. Danach lag sie mit einem Heulkrampf gekrümmt auf dem Fußboden. Gelbe Karten werden nicht als „Strafen“ bezeichnet, sondern euphemistisch als „Konsequenzen“.  

Durch den Gewichtsvertrag trank in einer anderen Klinik eine Patientin so viel Wasser, dass sie auf die Intensivstation verlegt werden musste. Eine typische Belohnung beim Erreichen des Zielgewichts ist, dass sich Essgestörte ein Eis kaufen "dürfen". (Bestenfalls für Bulimiker eine Belohnung). Eine „Konsequenz“ für Vertragsbruch oder Regelverstößen kann sein, dass Essgestörte wochenlang die Station nicht verlassen dürfen, und keine Sonne und frische Luft abbekommen, was sehr kontraproduktiv und gesundheitsschädlich ist. Es wird auch die Freiwilligkeit von Gewichtsverträgen betont. Wenn man sich aber dagegen entscheidet, einen zu unterschreiben, wird man höchstwahrscheinlich noch früher entlassen, weil man sich nicht auf die Therapie einlässt.

Obwohl ich ein anderes Krankheitsbild hatte (ungewollter psychosomatisch bedingter Gewichtsverlust) und meine panische Angst vor Hungerzuständen, Appetitlosigkeit und Durchfällen diese noch verstärkten, wurde auch ich noch zusätzlich mit einem Gewichtsvertrag unter Druck gesetzt, was natürlich nicht funktionierte und ich das Zielgewicht verfehlte.

Unehrlich und aggressiv

 

[In einem medizinischen Artikel] wird davor gewarnt, dass Magersüchtige notorische Lügner und Betrüger sind und ständig beobachtet werden müssen, will man sicher sein, dass sie sich an ein vereinbartes Verfahren halten. Eine Zeitlang war eine Insulinbehandlung üblich, nun schien man sich auf eine Version von Zuckerbrot und Peitsche geeignet zu haben.“ [24]

Unehrlichkeit mag sicherlich bei einigen Essgestörten vorkommen und auch meine diagnostizierte (passive) Aggressivität, die hier noch mitschwingt, war zutreffend, doch muss man dieses Verhalten nicht als inhärente Charaktereigenschaft verstehen, sondern als Resonanz auf die falsche Behandlung.

Die Bulimikerin hingegen identifiziere sich stark mit dem männlichen Ideal. Ihre aggressiven Bedürfnisse (Fressen, Kotzen) lebe sie heimlich, um nach außen angepasst zu erscheinen.“ (Psychologin Elvira Figura)

Fixierung auf das Körpergewicht

Während man sich bei Therapieformen wenig einfallsreich zeigt, wird um so mehr Bedeutung auf die Gewichtszunahme gelegt. Eine seltsame Ironie ist, dass die Behandler sich in einer ähnlich krankhaften Weise mit dem Körpergewicht beschäftigen, wie die PatientInnen. In vielen Kliniken wird man täglich gewogen.

 

PatientInnen werden zu der zusätzlichen Sondenernährung genötigt, manchmal auch gezwungen. Für diese Maßnahmen gibt es einzig und allein ökonomische Gründe, weil man auf diese Weise in einer kürzeren Zeit das Entlassungsgewicht erreichen kann, einen therapeutischen Wert hat eine künstliche Ernährung nicht. Dafür werden Gesundheitsrisiken in Kauf genommen und Schmerzen durch den Schlauch. Ich selber wäre durch eine von der Sonde verursachten Bauchfellentzündung fast gestorben.

You’re telling me that you’ve got a patient with a history of sexual abuse – lots of them do, at this point, yeah? – and then you get a load of strangers pile into their bedroom, hold her down and shove something in them against their will – it’s hard to feel like you’re doing a good job there, you know?”

Eine Analogie für Anorexie-Programme ist die Fleischindustrie, in der das Schlachtgewicht zählt, welches auf Kosten der Gesundheit der Tiere maximiert werden soll. Für die Krankenkasse zählt einzig und allein eine Gewichtszunahme während des stationären Aufenthalts. Diese lässt sich gut mit einer Magensonde bzw. Trinknahrung erzielen, weil diese Wassereinlagerungen verursacht. Aber selbst wenn ein Großteil der Gewichtszunahme nur Wasser ist, die Zahl auf dem Papier zählt.

 

Forcierte intravenöse oder Sondenernährung ist nach unseren Befunden auch bei schweren Fällen fast immer vermeidbar, führt nach dem APA-Konsens häufig zu medizinischen Komplikationen (Flüssigkeitsretention, Herzversagen) […] [25]

 

Eine Ernährung über eine Sonde ist ein Auslöser für orale Aversionen. Schwedische Forscher fanden heraus, dass Frauen, die  mindestens acht Wochen  vorzeitig geboren wurden,  dreimal so häufig wegen  Magersucht behandeltwurden. Sie glauben, dass dies möglicherweise auf die längere Zeit der Trennung von der Mutter sowie auf die Sondenernährung zurückzuführen ist. 

Außerdem fördert eine künstliche Ernährung die Krankheit, indem sie das bei Magersucht häufig auftretende Selbstbestrafungsbedürfnis stillt.

 

However, notwithstanding the aforementioned similarity in the rate of weight restoration and short-term benefits of compulsory refeeding, patients with an eating disorder who are treated involuntarily may have a less favorable long-term outcome.

Indoktrination und Selbstbelügung

Ich unterstelle den meisten Ärzten und Therapeuten keine Böswilligkeit, aber alle haben eine lebenslange Indoktrination hinter sich, und die wenigsten Menschen haben die Fähigkeit, Gegebenheiten und Autoritäten in Frage zu stellen. Und wie Essgestörte sind sie sehr gut darin, sich selbst zu belügen. Sie wissen, dass sie das System nicht ändern können. Auch wenn sie viele Missstände erkennen, verdrängen sie es aus Opportunismus.

Die Schulmedizin ist nur eine Fassade, welche den Anschein vermitteln soll, sie würde Menschen heilen. Ein Krankenhaus schreibt sehr schnell rote Zahlen, wenn es nicht schafft, alle Betten zu belegen. Nachhaltig geheilte Patienten würde Bankrott bedeuten.

Und auch wenn die meisten Patienten das Gefühl haben, Ärzte und die Schulmedizin würde ihnen helfen, muss das nicht wirklich der Fall sein, das nennt man „naiver Realismus“.

Verschwiegene gesellschaftliche Realitäten

Die institutionelle Psychiatrie und Psychologie dient zudem dazu, zu verhindern, dass gesellschaftliche Realitäten wie Pädophilie und ritueller Missbrauch in ihrem vollen Ausmaß an die Öffentlichkeit kommen. Die Täter sitzen in einflussreichen Positionen. Während fast täglich neue Krankheitsbilder sich ausgedacht werden, um noch mehr Medikamente verschreiben zu können, sollte im DSM-5 Pädophilie ursprünglich nicht mehr als psychische Störung, sondern als „sexuelle Orientierung klassifiziert werden, um die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Als es einen Aufschrei der Empörung über diese Änderung gab, wurde es als typographischer Fehler bezeichnet. Es gibt eine Agenda Pädophilie/Hebephilie gesellschaftsfähig zu machen, in den 80er Jahren gab es Bewegungen (die Grünen u. a.), die für die Legalisierung von Sex mit Kindern eintrat. So kann man in einem Buch des Psychologen Kentler den Vorschlag finden, Eltern und kleine Kinder sollten versuchen, miteinander zu koitieren, um wie er sagt, „an der Enttäuschung der Unangemessenheit zu scheitern, statt wie heute an der Norm der Ausschließlichkeit der Erwachsenensexualität frustriert zu werden.“

 

Missbrauchsopfer des Berliner Kentler-Experiments werden entschädigt Tagesspiegel 27.04.2021

 

[Der Psychologe Kerscher] stellt die Belastung durch das Tabu heraus. In dem das Inzest-Tabu mit der Scheu vor menstruierenden Frauen und mit der Nichtthematisierung von Homosexualität verglichen wird, erscheint es als anachronistisches Relikt.“ [26]

 

Ich vermag deshalb den heute so populären Horror-Stories von den gravierenden und unvermeidlichen Spätfolgen einer sexuellen Beziehung zwischen einem Kind und einem Erwachsenen ebensowenig Glaubwürdigkeit abzugewinnen, wie dem ähnlichen Mythos von rückenmarkschädigenden Folgen der Masturbation.“ [27] 

 

Als dieser Ansatz scheiterte, wurde zu subtileren Methoden übergegangen.

2007 wurden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zwei Broschüren herausgegeben, "Körper, Liebe, Doktorspiele", hier sind einige Auszüge:

Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13).

Im „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vom 4. – 6. Lebensjahr“ werden die Eltern darüber aufgeklärt, dass „Genitalspiele in diesem Alter Zeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung sind“, dass Selbstbefriedigung unterstützt werden soll (S. 21) und alle anderen Formen von sexuellen Spielen, etwa „die Imitation des Geschlechtsaktes“ und „der Wunsch nach Rückzug in Heimlichkeit“.

 

In fachlicher Hinsicht geben 93 Prozent der Erzieherinnen eine positive Stellungnahme ab. Sie beurteilen die Broschüre als praxisnah und die Ratschläge als gut umsetzbar. Die Broschüre wird als informativ bewertet, als sachlich fundiert und umfassend.[28]

 

 

Opferbeschuldigung

 

Freuds spätere Thesen vom Wunsch des Kindes nach einer inzestuösen Beziehung zum gegengeschlechtlichen Elternteil schaffte den Nährboden für die bis heute weit verbreitete Fehleinschätzung, dass bei sexuellem Missbrauch willensschwache Männer von frühreifen Lolitas verführt werden. Immer noch akzeptieren viele MitarbeiterInnen pädagogischer, juristischer, medizinischer und therapeutischer Berufe fälschlicherweise bereitwillig diese „überarbeitete“ Theorie Freuds, betrachten das Opfer als „Verführerin“ und gehen von dessen aktiver Beteiligung aus. Das Verhalten des Kinderschänders wird selbst bei dreijährigen Mädchen damit erklärt, dass die Kleine ihn verführt habe.“

 

Ein gutes Beispiel sind die Thesen des renommierten Psychiaters Otto Kernberg, welcher von seinem Kollegium in der Öffentlichkeit nicht kritisiert wird:

 

Eine Grundschülerin erlebt die Vergewaltigung durch ihren Vater also als einen „sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“; dabei lädt sie „(ödipale) Schuld“ auf sich, die sie später „tolerieren“ muss; ihr Triumphgefühl ist ihr zunächst „unbewusst“; und nur ein geschulter Psychoanalytiker wie Otto Kernberg versteht sich darauf, ihre unbewussten Impulse zu entschlüsseln; die Aufgabe der Psychoanalyse ist es, ihr ihre alten Schweinereien bewusst zu machen. Das soll ihr helfen, sich mit den eigenen Verfehlung zurechtzufinden; dadurch kann sie sich endlich selbst als Handelnde erleben und die Opferrolle verlassen: Mit dem Zauberwort „unbewusst“ versucht die Psychoanalyse seit über 100 Jahren selbstzufrieden, ihre unselige Pseudo-Argumentation gegen jeden Widerspruch und jede Kritik von außen zu immunisieren." [ ]

 

Das (angeblich) fruchtbare Ergebnis seiner Arbeit mit diesem Opfer frühkindlicher Erfahrung von sexualisierter Gewalt sieht Kernberg so: „Sie erlangte so die Fähigkeit, sich mit dem Täter zu identifizieren, nämlich mit der sexuellen Erregung des sadistischen, inzestuösen Vaters, und so wurde es ihr auch möglich, den Hass gegen den Vater mit dem Verstehen seines sexuellen und ihres sexuellen Verhaltens zu verbinden.“[]

 

Der Arzt Alfred Fournier schrieb, dass es die „hinterhältige Schläue der Simulierenden und die herzzerreissende Verzweiflung ihrer Opfer war [die ihn zwangen] solche Monstrositäten zu denunzieren und sie der Empörung preiszugeben.“ Das Wort „Opfer“ wird hier auf den Mann angewendet, der der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Für F. Dient die Rede des angeklagten Täters an sich, die Tatsache, dass er die Vergewaltigung aufs heftigste bestreitet, bereits als Beweis für die Unschuld des Mannes. Hier wird die Enthüllung und das Speaking out der Opfer sexueller Gewalt umgewandelt als Beweis für ihre eigene Krankhaftigkeit.“ [29]

Blinde Autoritätengläubigkeit

Obwohl Pädophilie bei den meisten Menschen Empörung hervorruft, wird wenn es von einer autoritären Quelle in einer täuschenden Verpackung kommt, gleich vollkommen anders empfangen, fast 90% der Eltern reagierten positiv auf die oben genannte Broschüre! Autoritätshörigkeit ist sehr gefährlich, das Milgram-Experiment hat gezeigt, dass der Großteil der Menschen sogar bereit ist, Unschuldige zu foltern und zu töten, wenn jemand in einem weißen Kittel es ihnen befiehlt.

Dissidenten und Nonkonformisten, die das System kritisieren, sollen mundtot gemacht werden. Letztes Jahr wurde ich in einem psychiatrischen Gutachten für „krankhaft geistig gestört“ erklärt, um mich zu diskreditieren und möglicherweise wieder zwangseinzuweisen.

Genetisch oder selbstverschuldet?

Der Glaube an eine genetische Ätiologie seiner Krankheit führt zu einer Selbstaufgabe, weil weder Ärzte noch man selbst die eigenen Gene verändern können. Es kann dazu führen, dass die Betroffenen aufgrund der biologischen Determiniertheit der Erkrankung eher als unberechenbargrundlegend anders oder als unheilbar eingeschätzt werden.

Wenn von einer "genetischen Veranlagung" die Rede ist, spielt unterschwellig immer eine Eugenik-Ideologie mit.

 

 

Zuletzt identifizierten Forscher das „Magersucht-Gen“. .Aus einem DIE WELT-Artikel:

Genetische Ursache kann Magersüchtige entlasten

Diese Entdeckungen könnten das bisherige Verständnis der Magersucht nachhaltig verändern“, erklärte Anke Hinney von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am UDE. „Eine psychiatrische Störung mit einem physiologischen Hintergrund eröffnet völlig neue und bislang unerwartete Therapieoptionen.“ Außerdem könne die genetische Ursache die Betroffenen entlasten. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin The American Journal of Psychiatry“ veröffentlicht.“

Hier wird wieder impliziert, dass Betroffene bei einer nicht-genetischen (bzw. nicht-neurologischen) Ursache selbst schuld an ihrer Krankheit sind. (Und wie sollte sich ein Gen, das Unfruchtbarkeit und oft einen vorzeitigen Tod verursacht, behaupten können?)

EinUmfrage von Fleming/Szmukler unter medizinischem Personahat ergeben, dass dieses PatientInnen mit Anorexia nervosa als relativ wenig angenehm empfindet, die Erkrankung häufig als selbstverschuldet ansieht, und meint, die PatientInnen sollten mehr Selbstkontrolle ausüben. [30] 

Studien mit unerfahrenem Klinik-Personal und Auszubildenden zeigten:

Sie hatten eine negativere Einstellung gegenüber Patienten mit Anorexia nervosa als Adipositas oder 
Diabetes
Medizin- und Krankenpflegestudenten betrachteten Patienten mit Essstörungen als wesentlich
verantwortlicher für ihre Krankheit als schizophrene Patienten
31% der Therapeuten aus verschiedenen Disziplinen (Psychiatrie, Psychologie) zogen es vor, Patienten mit
Essstörungen NICHT zu behandeln
Die häufigsten Gefühle gegenüber ES-Patienten waren Frustration und Wut Krankenschwestern, die mit ES-Patienten arbeiten, berichteten über immer mehr negative Eindrücke von
E
S-Patienten, während ihre Interaktionen mit ihnen fortgesetzt wurden

Immer wieder wird die Ambivalenz der Behandler deutlich, die einerseits AN durch eine biologisch fundierte Diagnose gerechtfertigt sehen, anderseits die Betroffenen (vom psychoanalytischen Standpunkt aus) beschuldigen, für ihr Leid selbst verantwortlich sein. Auf dem akademischen Weg ist AN oder BN nicht fassbar.

 

Ob Bulimie (Bulimia nervosa) oder Magersucht (Anorexia nervosa), bei beiden Krankheiten weisen Betroffene Einstellungen und Wahrnehmungen auf, die irrational und verzerrt sind.“ [31]

 

Das Verhalten von Essgestörten ist nicht irrational, sondern arational, und ist deswegen für Ärzte und Psychologen, die in einem szientistischen Weltbild gefangen sind, nicht verständlich. 

 

[Essstörungen] werden als Abwehrmechanismen und Überlebensmechanismen begriffen, die einem Menschen helfen, trotz der traumatisierten Erfahrung weiterzuleben.“ []

 

Hochintelligente Essgestörte

Ein genetischer Defekt würde eher zu einer verminderten Intelligenz führen, bei Essgestörten werden in Studien regelmäßig deutlich überdurchschnittliche IQs gemessen. Ein hoher IQ und EQ ist nicht die Ursache für psychische Krankheiten, sondern eine Bedingung, unter der man auf Traumata natürliche Reaktionen zeigt.

Die am stärksten untergewichtigen erwachsenen Patienten mit Anorexia nervosa (BMI ≤ 15) hatten jedoch einen höheren IQ als die anderen erwachsenen AN-Patienten. Bei erwachsenen AN-Patienten war der IQ mit dem psychischen/ verhaltensbedingten Schweregrad der ES assoziiert. Diskussion: Unsere Ergebnisse legen nahe, dass im Gegensatz zu anderen schweren psychischen Störungen, bei denen niedrige Intelligenz ein Risikofaktor ist, eine überdurchschnittliche Intelligenz die Anfälligkeit für die Entwicklung einer ES erhöhen kann. 

Kinder mit einem Risiko für Essstörungen haben im Durchschnitt einen höheren IQ und ein besseres Arbeitsgedächtnis, sind jedoch laut Forschern des UCL Institute of Child Health weniger in der Lage, automatische Gedanken zu kontrollieren, d. h. sie können Traumata schlechter verdrängen.  

 

Neurotransmitter: Huhn oder Ei?

Zudem finden sich bei Essgestörten biologische Veränderungen wie Neurotransmitterstörungen, Fehlfunktionen des Stoffwechsels und des Hormonsystems oder Störungen des Hunger- und Sättigungsgefühls. Allerdings ist nicht immer klar, ob diese Veränderungen Ursache der Essstörung sind oder ob sie als Folge auftreten.“[32]

 Auch Laurence Erdur stellt sich die Frage:

Zum einen stellt sich die Frage, inwieweit spezifisch beobachtbare Merkmale während einer akuten AN Korrelate des Untergewichts sind oder eher krankheitsunabhängige Merkmale darstellen (hen or egg, state or trait)“[11]

 

Sie scheint aber zu einem kausalen Zusammenhang zu tendieren, sonst würde sie nicht diese Studien machen. Es sollte leicht verständlich sein, dass starkes Untergewicht und eine veränderte Emotionalität physiologische Begleiterscheinungen haben. Wenn diese biologischen Symptome nur Folgen, aber nicht Ursachen der Krankheit wären, würde sich der große Arbeitsaufwand kaum lohnen. So wie ich sie kennen gelernt habe, legt sie großen Wert darauf, als eine Wissenschaftlerin wahrgenommen zu werden, und legt ihre Schwerpunkte auf empirisch erforschbare und quantifizierbare Gebiete (Herzschlagvariabilität), welche aber absolut irrelevant sind.

 

Die Maudsley Methode

 

Artikel: „Die typische Behandlung wies die Eltern an, beiseite zu treten und ihre Kinder mit Magersucht an einzelne Behandlungs- oder stationäre Behandlungszentren zu übergeben - ein Ansatz, von dem wir heute wissen, dass er in vielen Fällen sowohl für die Familien als auch für die Patienten schädlich war.“
 
Eltern sind keine geeigneten Therapeuten für Essgestörte, sie richten aber weniger Schaden an als Experten bei stationären Aufenthalten.
 
Artikel: „Während der 12-monatigen Nachbeobachtungszeit wurde die FBT (Familien-basierte Therapie) jedoch der stationären Therapie statistisch überlegen. Dies kann teilweise auf unterschiedliche Rückfallraten von 10% bei FBT und 40% bei stationären Therapie zurückzuführen sein. Diejenigen in der FBT-Gruppe nahmen schneller zu, aber dieser Effekt war bei der Nachuntersuchung nicht mehr vorhanden. Diejenigen in der FBT-Gruppe wurden auch signifikant seltener ins Krankenhaus eingeliefert.
 
Die Maudsley-Methode ist keine optimale Lösung, sondern eine Experten-freie Therapie außerhalb der Familie, welche nicht die Ursachen ignoriert.
Nach der ElternKind-Therapiewoche sehen die Patientinnen die Familie signifikant stärker an der Verursachung ihrer Beschwerden mitverantwortlich (AFKA). Körperliche Faktoren hingegen werden signifikant geringer als Ursache für die Erkrankung angesehen, als vor der Therapiewoche.“ []
Agnostische Sicht der Krankheit: FBT nimmt eine agnostische Sicht der Essstörung ein, was bedeutet, dass wir keine Zeit damit verschwenden, zu analysieren, warum sich die Essstörung entwickelt hat.“

Selbsterfüllende Prophezeiungen und Nocebos

Die Diagnose einer unheilbaren Krankheit führt bei den meisten Menschen zu einem Zustand von Hoffnungslosigkeit und Apathie und endet unabhängig von der Richtigkeit der Diagnose oft wirklich im Tod. Dieses Phänomen bezeichnet man als Nocebo (Gegenteil von Placebo).

Elektroden im Kopf als Nachfolger von Lobotomie

Ein neuer Trend in der Anorexie-Therapie ist Tiefe Hirnstimulation, bei der Elektroden 15 cm tief ins Gehirn eingepflanzt werden. Lasst euch nicht mit falschen Heilsversprechen zu solchen Narrheiten überreden. Vor 70 Jahren waren Ärzte noch von Lobotomie (bei der Gehirnteile herausgeschnitten werden) begeistert, es gab auch "Therapieerfolge", es wurde sogar ein Nobelpreis verliehen. Weder die Ursache noch die Lösung eurer Probleme liegt in eurem Gehirn!

 

Das Problem bei der Tiefen Hirnstimulation ist, dass wir eigentlich im Trüben fischen, weil wir nicht wissen, wo genau wir intervenieren sollen. Jede der bisher vorliegenden Studien hat einen anderen Stimulationsort gewählt. Die Erfahrung bei Parkinson-Patienten hat gezeigt, dass die DBS für Placebo-Effekte sehr anfällig ist. Die Patienten aus der kanadischen Studie haben meines Erachtens nicht deshalb zugenommen, weil Elektroden irgendein Zentrum in ihrem Gehirn stimuliert haben, sondern weil sie hinterher regelmäßig zur Therapie gegangen sind.“ Prof. Dr. Martina de Zwaan 

 

Auch hier wird die gleiche Therapie für Übergewicht und für Untergewicht verwendet, was wieder zeigt, dass ein heilloses Durcheinander herrscht.

Eine 2007 Studie berichtete über die Verwendung von Tiefe Hirnstimulation bei 16 Ratten, was bei stimulierten Ratten zu einem Gewichtsverlust von 2,3% und bei nicht stimulierten Kontrollen zu einer Gewichtszunahme von 13,8% führte.

Diese Lobotomie-Patientin nahm nach ihrer Operation auch 45 kg an Gewicht zu.

 


Elektroschocks für Magersüchtige

Bei sehr schweren Fällen (wie auch mir) wird manchmal Elektrokrampf-therapie (EKT) angewendet. Dabei werden unter Narkose durch Elektroden am Kopf so starke Stromstöße gegeben, dass ohne Muskelrelaxation Knochen brechen würden. Eine wissenschaftliche Erklärung über den Wirkungsmechanismus gibt es nicht. Es kann zu bleibenden Gehirnschäden führen. [33] Die Inspiration für diese Therapie waren auf diese Weise betäubte Schweine in einem Schlachthof.

 

"Ich selber würde mir eher einen kleinen hirnchirurgischen Eingriff machen lassen als eine Serie von Schocks durchstehen ... denn ich weiß wie das Gehirn nach mehreren Schocks aussieht und das ist kein schöner Anblick."

 

Karl Pribram, Leiter des Neuropsychologischen Institut von Stanford


Hospitalismus: multiple Deprivation

Ein Faktor warum die Charité in Bewertungen so schlecht abschneidet, und ich in der Psychiatrie als „austherapiert“ endete, ist die kalte Krankenhausumgebung,  der ungünstigste Ort zur Heilung von Essstörungen, was an einem Experiment an Heimkindern (1940) verdeutlicht wird:

 

Die Kinder reagierten auf die Mutter-Entbehrung mit Symptomen „eines zunehmend schweren Verfalls". Im Verlauf des Hospitalismussyndroms zeigten sich zunächst dieselben Stadien wie bei der „anaklitischen Depression"; sie folgten rasch aufeinander. Nach 3 Monaten schritt der Verlauf weiter fort: "Die Verlangsamung der Motorik kam voll zum Ausdruck; die Kinder wurden völlig passiv; Der Gesichtsausdruck wurde leer und schwachsinnig, die Koordination der Augen ließen nach.“ Der durchschnittliche Entwicklungsquotient dieser Kinder stand am Ende des 2. Lebensjahres bei 45% der Norm. Der Verfall „manifestiert sich zuerst in einer Stockung der psychischen Entwicklung des Kindes; dann setzen psychische Funktionsstörungen ein, mit denen somatische Veränderungen einhergehen. Im nächsten Stadium führt dies zu gesteigerter Infektionsanfälligkeit und schließlich, wenn der Mangel an affektiver Zufuhr bis ins zweite Lebensjahr hinein andauert, zu einer auffallenden Erhöhung der Sterblichkeitsquote.“ Die meisten der von Spitz weiter beobachteten Kinder konnten in ihrem Alter von 4 Jahren „weder sitzen, stehen, laufen noch sprechen". Von den 90 Kindern starben im ersten Lebensjahr 24 und im zweiten Lebensjahr 4 weitere. Diese hohe Sterblichkeitsquote wird aus dem „totalen Entzug affektiver Zufuhr“ erklärt, aus der völligen Entbehrung mütterlicher Zuwendung.

 

„Selbst eine kurzzeitige, einige Tage dauernde Trennung von der Mutter in den ersten beiden Lebensjahren kann […] schwerwiegende Folgen haben. Die Kinder verhalten sich nach einer solchen kurzen Trennungserfahrung noch einige Wochen nachher aggressiv-trotzig, verweigern etwa ihr Essen und sind noch auf Jahre hinaus ängstlich. [...] Der während einiger Tage ausgestandene gefühlsmäßige Mangel stört ihren Appetit sowie ihren Schlaf und lässt sie aggressiv gegen ihre nächste Bezugsperson werden.“ [34] 

 

Auch wenn essgestörte Patientinnen keine Kleinkinder sind, reagieren sie ähnlich auf emotionale Deprivation. Auch das Bedürfnis nach menschlicher Berührung wird in der Charité übergangen, therapeutische Massagen sind nur bei Rückenproblemen u. ä. indiziert. [35][36] 

Potentiell tödliche Rote Karten

Vor zwei Jahren gab es auf der Station für Essgestörte in der Charité ein Mädchen, die durch eine unheilbare Darmkrankheit am Verhungern war. Sie war jemand die in ihrem Leben bei allem erfolgreich gewesen war, jeder wollte mit ihr befreundet sein, die Männer lagen ihr zu Füßen, sie hatte einen Freund nach dem anderen, mit denen immer sie Schluss machte. Sie ging mit ihrem Schicksal bewundernswert um. Weil alle mit ihr Mitleid hatten, wurde es von Oberärztin Dr. Hinkelmann toleriert, dass ich ihr Massagen gab. Dann gab es noch eine Langzeitmagersüchtige, die anfangs nur 22 kg gewogen hatte. Bei ihr hatten entgegengesetzte Lebensumstände zu demselben Ergebnis geführt. Sie äußerte den Wunsch nach einer Massage, worauf ich zustimmte. Ich wollte es nicht heimlich machen, ihre Zimmernachbarin war dabei und wir ließen die Zimmertür offen, weil ich nicht der Meinung war etwas Unanständiges oder Schädliches zu tun. Eine Schwester kam ins Zimmer und wir beide bekamen von den Ärzten eine Rote Karte, weil Körperkontakt verboten wäre und das Therapieziel gefährden würde. Das stellt doch wieder die Frage, was das wirkliche Therapieziel ist. [37][38][39]

 

Bei mir ging es im folgenden Jahr wieder bergab, das Mädchen wollte danach nicht mehr in Therapie kommen, sie hatte sich aufgegeben, sie starb einen einsamen Tod.

Die Roten Karten wurden sogar als Schutz für uns dargestellt (Vergewaltigung). Das Charité-Personal ist hypersexualisiert (wie ich gehört habe, werden Kaffeepausen auch gerne zu „Entspannungszwecken“ verwendet), und projiziert dies auf die PatientInnen, die meistens kein sexuelles Interesse haben.

Körperkontakt ist auch unter weiblichen Patienten offiziell streng verboten, Umarmungen werden bestenfalls toleriert. Auch Freundschaften unter den Patientinnen werden ungern gesehen, da sich diese „auf sich selbst konzentrieren sollen“. 

STUDIEN mit engen (Tauch-)Anzügen haben ergeben, dass die Magersüchtigen wieder zu essen anfangen, wenn sie sich gehalten fühlen.

Leptin: Hoffnungsträger oder nur ein weiteres Placebo?

 

Die Hyperaktivität bei vielen Magersüchtigen wird mit einem niedrigen Wert eines bestimmten Hormons in Zusammenhang gebracht.

Ich selber bin kein Endokrinologe, für mich als Laie wäre es aber näher liegend, dass Hyperaktivität genau wie die Kalorienrestriktion mit dem Wunsch Gewicht zu verlieren bzw. der Angst Gewicht zuzunehmen in Verbindung steht.

Ich (der keine Körperschemastörung hatte) habe bei starkem Untergewicht niemals einen Bewegungsdrang verspürt, im Gegenteil sogar.

 

Der Effekt übertraf unsere kühnsten Erwartungen“, sagt Prof. Hebebrand, Ärztlicher Leiter der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am LVR-Klinikum in Essen. Schon nach zwei bis drei Tagen habe sich die Stimmung der depressiven Patientinnen deutlich aufgehellt. Zudem verringerte sich ihr Bewegungsdrang, sie konnten sich besser konzentrieren und hätten wieder mehr Interesse an ihrem Umfeld gezeigt und sozialer interagiert. Sogar das essstörungsspezifische Gedankenkarussell wurde durch die Gabe von Leptin gemildert. Eine der Studienteilnehmerinnen wird mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe das Gefühl, Urlaub von meiner Essstörung zu haben.“ 

 

Man sollte sich hier vor Augen führen, welchen Placebo-Effekt es haben könnte, wenn den (nur) drei Teilnehmerinnen erzählt wird, dass sie das Privileg haben, ein Medikament auszutesten, welches der Hoffnungsträger bei Magersucht ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Ärzte ihnen suggerierten, dass so wie ein Serotoninmangel verantwortlich für Depressionen wäre, ein Leptinmangel verantwortlich für die Hyperaktivität sei.

 

Im Jahr 1997 war man noch der Meinung, dass Leptin bei Magersüchtigen einen Gewichtsverlust verursachen würde. 

 

Forscher fanden heraus, dass die Patienten zu Beginn der Behandlung sehr niedrige Leptinspiegel hatten, was darauf hindeutet, dass Leptin beim Auftreten der Erkrankung keine Rolle spielt. Mit zunehmender Gewichtszunahme der Patienten stieg das Hormon jedoch auf überdurchschnittliche Werte an. Obwohl Hebebrand warnt, dass die Ergebnisse vorläufig sind, sagt er, dass der Leptinanstieg Patienten anfällig für Gewichtsverlust während der Behandlung machen kann, da hohe Leptinspiegel den Appetit unterdrücken würden.“ []

 

Deswegen wird Leptin auch in der Therapie von Adipositas verwendet:

 

Hohe Leptinspiegel führen im Tiermodell zur Verminderung des Appetits und zur Gewichtsabnahme, niedrige Leptinkonzentrationen bewirken das genaue Gegenteil. Leptin wurde bisher vor allem als potentieller Ansatzpunkt zur Therapie der Adipositas erforscht.“ [40] 

 

In einer anderen Studie verursachte ein erhöhter Leptinspiegel bei Magersüchtigen negative Symptome:

 

In HSS (high severity group) [Anmerk.: niedriger BMI] patients, higher leptin levels were associated withgreater feelings of depression, anxiety, and stress“ [41]  

Hyperaktivität ist ein weiteres Trauma-Symptom. [42] [43] []

Die Regel bei anderen Hunger-Opfern scheint Lethargie zu sein:

So könnte man das Auftreten einiger somatischer „Lethargie“-Symptome unter extremer Einschränkung des Nahrungsangebots evolutionsbiologisch damit erklären, dass durch die eingeschränkte Bewegung dringend benötigte Energie gespart wird.“

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) eine Alternative?

The present STUDY examined the changes in the attachment state of mind, narrative coherence, and reflective function in a sample of AN patients after about a year of EMDR or CBT psychotherapy. The results presented, despite the small sample size, suggest that EMDR is a valuable effective treatment for ED and AN, in line with other clinical study. Several sources starting from 1980 have reported a net correlation between ED and traumatic experiences. Research has been initially focused on the relation between ED and physical abuses and sexual harassment for the simple correspondence to a parental guidance failure. Recent studies showed that also emotional abuses, repetitive micro‐traumatic relational experiences can result in further traumatic symptomatology.

Der Schwindel des "False Memory Syndroms"

Emotionaler, sexueller und physischer Missbrauch kann viele Formen annehmen. Auch wenn offizielle Statistiken "nur" 60-80% von Bulimie-Fällen mit Missbrauch in Zusammenhang gebracht werden, kann man es bei den restlichen 20-40% nicht ausschließen. Die Dunkelziffern sind immer höher als die Statistik, nur sehr wenige haben frühkindliche Erinnerungen, besonders traumatische Erlebnisse werden meistens verdrängt.

 

Wenn der zeitliche Abstand zwischen der Entwicklung von Essstörungen und dem Vorkommnis von sexuellem Missbrauch sehr kurz ist, können von den Betroffenen möglicherweise nicht die Erinnerungen an solch eine schreckliche Erfahrung wiederhergestellt werden. Der Schweregrad von Essstörungen kann sich auch auf die Berichte über sexuellen Missbrauch auswirken. Bei schweren Formen von Essstörungen kann die SM-Erfahrung für die Opfer unzugänglich sein. [44]

 

Wenn ihr Opfer irgendeiner Form von Gewalt wart, lasst euch nicht von euren Therapeuten einreden, dass ihr unter dem False Memory Syndrom [45] leidet oder einfach alles vergessen und euch an (krankmachende) gesellschaftliche Verhältnisse anzupassen sollt. Lasst euch nicht einreden, dass eure Gehirnchemie die Essstörung verursacht hat. Informiert euch über Medikamente, die man euch verschreibt. 

Essstörungen als Verdrängungsmechanismus

Eating disorders take an immense amount of thought and time. Sometimes thoughts about food or body image are less anxiety-provoking than the events that caused or amplified the level of emotional distress. Worrying about food, exercise, and/or body size is stressful, but for some, it serves as a distraction (consciously or subconsciously) to thoughts or memories that may be more fear-inducing and distressing. In the aftermath of sexual abuse, eating disorders provide relief and protection from what an individual’s mind tells them might be worse. [47]

 

 

MAINTAINING AN ILLUSION OF CONTROL

The "need" for an eating disorder arises from a combination of two factors: too much is out of control; and the other available coping strategies are not up to the challenge. Survivors of childhood sexual abuse had childhoods that were out of control to an extreme degree, and many of these individuals were, in a sense, betrayed by their bodies when the abuse triggered physiologically normal arousal. The horrible, disgusting, depraved body needs to be punished, starved into an asexual, prepubescent state, and disconnected from the head so that no physiological arousal of any kind enters consciousness, whether it be fear or sexual arousal. []

 

Sexuell missbrauchte Mädchen machen die Grunderfahrung „Frau sein = machtlos sein = benutzbar sein = Körper sein.“ Magersüchtige Mädchen setzen „ihre Lösung“ dagegen: Spaltung, totale Kontrolle, Ablösung des Selbst ist dem Körper nicht mehr unmittelbar verbunden, sondern regiert ihn von Ferne, indem die Körperfunktion, das Essen innerhalb und außerhalb des Körpers kontrolliert wird. Ein Mädchen, das hautnah erlebt, was es bedeutet, in einem weiblichen Körper zu stecken und das nicht ändern zu können – weder das Schicksal als Frau noch die Funktionalisierbarkeit des weiblichen Körpers für männliche Sexualinteressen – setzt die oben beschriebene Spaltung fort: Frau sein und Ich sein ist nicht mehr identisch. Auf diese Weise kann ein Mädchen den eigenen Entwurf einer selbstständigen Existenz phantasieren. Nur nicht so werden, wie es von einer Frau verlangt wird, wie sie selbst schon erlebt hat, was es heißt, Frau zu sein. Ganz anders will sie sein.“

Essstörungen und Homosexualität

In einer Untersuchung zu diesem Thema waren 53% aller Jungs und Männer mit Essstörungen homosexuell. Das ist enorm viel, wenn man sich vor Augen führt, dass die Gesamthäufigkeit der Homosexualität nur bei 1-5% liegt.
Die Ursachen dieses Zusammenhangs sind unklar, zumindest aus wissenschaftlicher Sicht. Als ein möglicher Grund wird von Psychologen angeführt, dass die Homosexualität häufiger zu Konflikten mit dem eigenen Ich führt, was einer Magersucht den Boden bereiten kann.


Die Erklärung ist, dass auch Homosexualität oft durch sexuellen Missbrauch verursacht wird.

Komorbiditäten

Viele Studien ergaben, dass Angstzustände bei Magersucht äußerst verbreitet sind. In einer Studie mit 700 Teilnehmern (einige mit Anorexie, einige mit Bulimie und andere mit beiden Essstörungen) hatten etwa zwei Drittel von ihnen eine Angststörung.

Essgestörte haben auch oft weitere Diagnosen wie Depressionen, Borderline, Persönlichkeitsstörungen oder selbstverletzendes Verhalten. In Wirklichkeit sind dies nicht voneinander unabhängige psychische Störungen (die rein zufällig oft zusammen auftreten), sondern nur verschiedene Symptome von einem einzigen sehr komplexen Krankheitsbild, das in Verbindung mit psychischen Traumata steht.

Solche Patienten erhalten im Verlauf ihrer psychiatrischen Behandlung typischerweise fünf oder sechs unabhängige Diagnosen. Wenn sich ihr Arzt auf ihre Stimmungsschwankungen konzentriert, werden sie als bipolar identifiziert und bekommen Lithium oder Valproat verschrieben. Wenn die Fachleute am meisten von ihrer Verzweiflung beeindruckt sind, wird ihnen mitgeteilt, dass sie an einer schweren Depression leiden und erhalten Antidepressiva. Wenn sich die Ärzte auf ihre Unruhe und mangelnde Aufmerksamkeit konzentrieren, können sie mit ADHS diagnostiziert und mit Ritalin oder anderen Stimulanzien behandelt werden. Wenn das Klinikpersonal zufällig eine Trauma-Anamnese aufnimmt und der Patient die relevanten Informationen freiwillig zur Verfügung stellt, erhält er möglicherweise die Diagnose PTBS. Keine dieser Diagnosen wird völlig daneben liegen, und keine von ihnen wird aussagekräftig beschreiben, wer diese Patienten sind und woran sie leiden.“  [48]

"Developmental Trauma" als neue Diagnose?

In Ermangelung einer sensitiven traumaspezifischen Diagnose werden bei solchen Kindern derzeit durchschnittlich 3-8 Störungen diagnostiziert, was schwerwiegende Konsequenzen hat: Es verdunkelt die ätiologische Klarheit und läuft Gefahr, die Behandlung und Intervention auf einen kleinen Aspekt der Psychopathologie des Kindes zu verlagern, anstatt einen umfassenden Behandlungsansatz zu fördern.“

In einem Brief an die Psychiatry Association: „Wir fordern die APA dringend auf, Entwicklungstrauma in ihre Liste der vorrangigen Bereiche aufzunehmen, um ihren Verlauf und ihre klinischen Folgen zu klären und besser zu charakterisieren und die starke Notwendigkeit hervorzuheben.“

 

Als Antwort schrieben sie - der Konsens sei, dass keine neue Diagnose erforderlich ist, um eine fehlende diagnostische Nische zu füllen.

 

Eine Million Kinder, die jedes Jahr in den USA missbraucht und vernachlässigt werden, eine „diagnostische Nische“?

 

Der Brief fuhr fort: „Die Vorstellung, dass nachteilige Erfahrungen in der frühen Kindheit zu erheblichen Entwicklungsstörungen führen, ist eher eine klinische Intuition als eine forschungsbasierte Tatsache.“ [48]

Die Nachteile von subjektiven Diagnosen

Die Diagnostik von psychischen "Krankheiten" ist nicht objektiv und sehr schwammig. Ein Nachteil ist die gesellschaftliche Stigmatisierung, eine weitere Gefahr besteht in der Identifikation mit der Diagnose. Patienten versuchen oft unbewusst ihrer Diagnose zu entsprechen. Im schlimmsten Fall kann es zu Gruppen wie PRO ANA führen.

 

Die aktuellen diagnostischen Kriterien nach DSM-IV (refusal to maintain normal weight) und nach ICD-10 (the weight loss is self-induced) implizieren eine willentliche Handlung der PatientInnen und könnten daher solche Schuldvorwürfe begünstigen.[ ]

 

Diagnosen sagen weiterhin meist nichts über den Ausprägungsgrad der Symptome aus, nichts über den Kontext, in dem das symptomatische Verhalten entsteht, nichts über die große oder geringe Bedeutung der Störung für das Leben des Individuums, nichts über die Funktionsbereiche, die von der Störung nicht betroffen sind – und nur wenig über die Möglichkeiten des therapeutischen Vorgehens.“ [49]

Unangepasste Essenspläne

In anderen Anorexie-Kliniken wird der Kalorienbedarf nicht individuell ausgerechnet. In Havelhöhe bekam ich die gleichen Portionen, wie zwei Köpfe kleinere Mädchen, was unter 2000 kcal war. In dem Gewichtsvertrag stand zwar, dass ich zusätzliches essen dürfte, als ich den Ärzten sagte, dass ich mich nie an den Plan gehalten hatte (aber trotzdem viel Gewicht zugenommen hatte) wurde mir auferlegt, mich streng an den Plan zu halten, worauf ich wieder Gewicht verlor, was sehr frustrierend für mich war, weil ich zu dieser Zeit eine bessere Verdauung hatte. Schließlich bekam ich einen Rote Karte, weil ich mir zum Mittagessen ein Brötchen zusätzlich genommen hatte, was sehr demoralisierend und traumatisierend war.

Magensonde und Trinknahrung überlebensnotwendig?

In der Uniklinik Heidelberg bekommen Magersüchtige unabhängig von ihrem Gewicht sofort eine Magensonde gelegt.

Als ich vor drei Jahren in einem lebensbedrohlichen Zustand in die Charité eingeliefert wurde, und kein Arzt es für möglich hielt, dass ich überleben würde, verweigerte ich die Magensonde und Trinknahrung. In sehr kurzer Zeit nahm ich mit regulärem Krankenhausessen über 20 kg zu, schneller als alle Essgestörten mit künstlicher Ernährung und ohne Wassereinlagerungen. Sondennahrung oder Trinknahrung ist für den Körper extrem toxisch. Die synthetischen Mikronährstoffe und die fragmentierten denaturierten Makronährstoffe haben für den Körper außerdem eine schlechte Bioverfügbarkeit.  

Zur Verdeutlichung kann man sich die Verschlechterung meiner Blutwerte im Oktober 2014 bei ausschließlich künstlicher Ernährung anschauen, die erst wieder besser wurden, als ich auch natürliches Essen aß.

Außerdem ist es ein Widerspruch, dass Essgestörte ungesunde, teure Trinknahrung bekommen, um die Kalorienzufuhr/die Gewichtszunahme zu maximieren, und gleichzeitig unreifes Obst. Weil die Küche pro Patient nur ein Budget von 3 Euro hat, wird die schlechteste Nahrungsmittelqualität gewählt. Das Essen ist voll mit Zusatzstoffen, alle aufgenommenen Schadstoffe sind für den Körper ein Signal, weniger zu essen. Wenn man sich überlegt, dass die Krankenkasse für die Behandlung der durchschnittlichen Magersüchtigen hunderttausende Euros ausgibt, stellt sich doch die Frage, warum man nicht mehr Geld für das Essen ausgeben will.

Das Refeeding-Syndrom

Mediziner erfinden Syndrome und erstellen imposante Modelle um über ihre Ahnungslosigkeit hinwegzutäuschen. Die Neocate (Babynahrung) Sammelklage wird die eigentlichen Ursachen des RS beweisen.
Als beschlossen wurde, mich zwangszuernähren, um meinen Widerstand zu brechen, wollte mein Psychiater Dr. Sänger alles richtig machen. Weil in der Fachliteratur vor dem Refeeding-Syndrom gewarnt wird, wurde mit einer Kalorienmenge von 600 kcal begonnen (und dabei ignoriert, dass ich zuvor nahezu 2000 kcal gegessen hatte.) Weil man die Kalorienzahl nur mit Flüssignahrung exakt bestimmen konnte, bekam ich in den folgenden Monaten ausschließlich am Anfang Sondennahrung, später Trinknahrung.

Nach Beginn der parenteralen Alimentation traten bei der mangelernährten Patientin nichtsdestotrotz eine schwere Hypophosphatämie, Hypomagnesiämie und protrahierte Hypokaliämie begleitet von einer arteriellen Hypotonie als klinische Komplikation auf, womit sich ein Refeeding-Syndrom (RS) manifestierte.“ [50]

Mein Fall beweist, dass dieses Phänomen im Zusammenhang mit der künstlichen Ernährung steht und nicht mit einer natürlichen Ernährung auftreten würde.
Aber auch dabei muss man natürlich darauf achten, dass die PatientInnen nicht zu viel auf einmal essen.
Einige Gefangene konnten fliehen, überassen sich und starben im Verlauf. Der Historiker stellte fest, dass vor allem jene verstarben, die sich den Bauch vollschlugen. Jene, die ihren Appetit zügeln konnten, entkamen dem Tod“ . 
Sechs Jahre nach meiner Zwangsernährung ist es nun zum ersten Paradigmenwechsel gekommen, die Angst vor dem Refeeding-Syndrom wurde von Ärzten als unbegründet erkannt, einem Elektrolytenungleichgewicht lässt sich leicht mit einer Phosphat-Supplementation oder einer anderen Ernährungsweise vorbeugen:
Dies scheint ganz gut zu funktionieren. Die Patienten brauchen keine Phosphat-Supplementierung, seit sie die fettreiche Nahrung erhalten.“ [51]
Natürlich führt das konservative Vorgehen zu einer langsamen Gewichtszunahme, zu verlängerten Klinikaufenthalten und möglicherweise auch zu medizinischen Komplikationen. Dr. Verena Haas [51]

In Zukunft wird man die wöchentliche Gewichtszunahme deswegen auch nicht mehr auf 0,5-1,0 kg begrenzen. Es wird auch zu einem Paradigmenwechsel bei synthetischer Flüssignahrung kommen.

Therapienebenwirkung Osteoporose

Bei meinem letzten stationären Aufenthalt gab es eine weitere Langzeitmagersüchtige, welche schon seit 20 Jahren in Behandlung war, und mit Mitte 30 eine so starke Osteoporose hatte, dass ihr Bein von alleine gebrochen und schief wieder zusammengewachsen war und sie einen Buckel hatte. Als Ursache wurde ihr von den Ärzten ihr starkes Untergewicht genannt. Es gibt keine Evidenz, dass Calciumpräparate (die sie seit zwei Jahrzehnten bekam) gegen Osteoporose überhaupt helfen. [52]

Es gibt dazu noch viele Studien, dass von allen Calciumpräparaten Calciumcarbonat die geringste Bioverfügbarkeit hat und sich nicht signifikant von einem Placebo unterscheidet und außerdem viele Gesundheitsprobleme verursacht, da sich das anorganische Calcium im Körper ansammelt. [53]

Trotzdem wird in der Schulmedizin hauptsächlich Calciumcarbonat verwendet. Mit hochdosierter Zufuhr von Calciumcarbonat verschlechterte sich mein Calciumwert während der Zwangsernährung von 2,24 auf 1,77! In einer Flasche Fortimel ist bereits 400mg Calciumcarbonat, als meine Calciumwerte sich so stark verschlechterten, bekam ich noch zusätzlich drei Calciumtabletten, insgesamt bis zu 6000mg Calcium (!), die Empfehlungen lauten nicht mehr als 500mg.

Außerdem bekam sie die Tabletten zur falschen Tageszeit (morgens). Für Osteoporosepatienten ist eine Vitamin K2-Supplementation essentiell, da dieses für den Calciumtransport notwendig ist. Von diesem Vitamin scheinen Schulmediziner aber noch nicht gehört zu haben. Außerdem bekam sie ohne Indikation Pantozol, ein Medikament, welches die Calciumaufnahme hemmt, und Osteoporose verursacht .[54][55]. 

Es ist bekannt, dass Ärzte von der Pharmaindustrie Geschenke bekommen, wenn sie viele und hochdosierte Medikamente verschreiben.

Es gibt auch schon Therapien für Osteoporose (z.B. Pulsed Electromagnetic Field Therapy (PEMF)), oder Chelation Therapie die aber in der Schulmedizin keine Anwendung finden.

Höchste Mortalität und Lebensverlängerung um jeden Preis

Die hohe Komorbidität bei Magersucht und die geringe Lebenserwartung wird von Ärzten ausschließlich mit dem Untergewicht erklärt. Ärzte versuchen aber auch die um 30 Jahren verringerte Lebenserwartung von Schizophrenen damit zu erklären, dass es unter Schizophrenen mehr Raucher gibt, was sehr absurd ist. Ein großer Teil der Gesundheitsschädigung entsteht offensichtlich durch die Krankenhausbehandlung: Psychopharmaka, Sondennahrung, Fehlmedikationen, Krankenhausessen, und (iatrogener) Stress. Zweifellos würden viele Essgestörte ohne ärztliche Hilfe noch schneller verhungern, ich frage mich aber, ob dies nicht in manchen Fällen zu bevorzugen wäre. Ich bin auch dagegen, Komapatienten jahrelang am Leben zu erhalten. Eine Langzeitmagersüchtige, die in einem Pflegeheim wohnt, wo sie keine sozialen Kontakte hat, kommt regelmäßig auf die Charité-Psychosomatik, wo die einzige Behandlung ist, dass ihr eine PEG-Sonde gelegt wird, da man sie als hoffnungslos aufgegeben hat. Weil sie von der Sondennahrung Durchfall bekommt, nimmt sie damit noch nicht einmal zu. Ich bin der Meinung der Tod wäre für sie eine Erlösung.

Veganismus eine Essstörung?

In fast allen Kliniken ist eine vegane Ernährung nicht erlaubt. In vielen Fällen ist zwar die vegane Ernährung Bestandteil der Essstörung, es gibt aber auch einen hohen Prozentteil ethisch motivierter Essgestörter. Veganismus kategorisch als Essstörung zu bezeichnen ist ein Rechtfertigungsmechanismus der (fleischessenden) Ärzte und Therapeuten für die eigene Ernährungsweise.

Als Begründung gab mir die Charité-Diätassistentin, dass eine vegane Ernährung “kalorienärmer” wäre. Das setzt voraus, dass Tierprodukte mit Salat und Äpfeln ersetzt werden. Der veg. Brotaufstrich ist sogar kalorienreicher. 

 

Da viele Essgestörte mit Selbstakzeptanz Probleme haben, sollte man sie nicht dazu zwingen, ihre Ideale aufzugeben, und Tierleid für die eigene Therapie in Kauf zu nehmen. Es müsste eine vegane Kost möglich sein, und BIO-Tierprodukte angeboten werden.

Wer ist anfällig für Essstörungen?

Egozentrische, skrupellose und rücksichtslose Menschen (“die Täter”) haben ein stärkeres Immunsystem, sind weniger anfällig für psychosomatische oder psychogene Krankheiten, und haben einen größeren beruflichen Erfolg.

Sensitive, mitfühlende, altruistische, hochintelligente Menschen entwickeln eher Essstörungen und andere psychische Krankheiten. 

"Aus meiner Sicht haben wir es bei der Menschheit z 95% mit Verrückten zu tun. Und in meine Praxis kommen eigentlich immer nur VertreterInnen der Gruppe der 5% Gesunden, die sich ihre Sensibilität bewahrt haben und an den Verrücktheiten der anderen leiden, nicht zuletzt, weil sie sich weigern, an Schikane, Unterdrückung, Entwertung, Ausbeutung, Betrug usw. teilzunehmen. Aus dieser massiven Spannung entwickeln sie dann psychosomatische Reaktionen, die sogenannte Ängste und Depressionen als die typischen Symptome." Psychotherapeut Klaus Schlagmann

Anorexia Nervosa Inventar zur Selbsteinschätzung (ANIS)

Bei dem ANIS betreffen 14 Fragen nicht das Essverhalten.

 

Diese vier Fragen deuten darauf hin, dass die ES ein Verdrängungsmechanismus für ein Trauma ist.

- Langeweile ist mir unerträglich.

- Ich fühle mich stumpf und leer.

- Ich bin angespannt und unruhig.

- Es fällt mir schwer herumzusitzen und nichts zu tun.

 

Diese drei Fragen deuten auf ein sexuelles Trauma hin.

- Es ist mir unangenehm, andere in sexueller Erregung zu sehen.

- Ich habe Angst vor dem Küssen.

- Ich habe starke Ängst bei Gedanken an intime Beziehungen.

 

Diese Fragen deuten auch auf ein Trauma hin.

- Im tiefsten Innern fühle ich mich minderwertig und hilflos.

- Es hat keinen Sinn für mich, dafür zu kämpfen, im Leben etwas zu erreichen, da alle meine Mühen und

  Anstrengungen doch nichts ändern.

- An mich werden viele Anforderungen gestellt, denen ich nur schwer nachkommen kann.

- Ich fühle mich durch Erwartungen anderer an mich eingeengt.

5 Ways Childhood Neglect and Trauma Skews Our Self-Esteem

 

Perfektionismus ist auch ein Hinweis auf Trauma.

- Wenn ich etwas beginne, habe ich das Bedürfnis, alles perfekt und genau zu machen.

- Im Vergleich zu anderen bin ich recht gewissenhaft und gründlich bei allem was ich tue.

The Traumatized Perfectionist: Understanding the Role of Perfectionism in Post-Traumatic Reactions to Stress

The Chains of Perfectionism (Beating Trauma)

Am Menschen vorbei

 

Als Opfer der Technokratie sind Psychologen von ihrer (subjektiven) Menschenkenntnis nicht überzeugt genug, als dass sie ihre Diagnosen nicht durch wissenschaftlich standardisierte Multiple-Choice-Tests „objektivieren“ müssten.

Es ist ein Irrglaube, dass man durch das Aufaddieren von mehr oder weniger willkürlichen Antworten und der Aufstellung von verschiedenen Skalen, die nicht mehr Aussagekraft haben als der BMI, die Patienten besser kennen lernt, als durch ein persönliches Gespräch.

Als bei meine Testergebnisse das Gegenteil meiner Diagnosen ergaben, wurden diese trotzdem nicht geändert, auch nicht als mein iatrogenes Trauma „objektiviert“ wurde.

Bedauerlicherweise verbringt das umfangreiche Psychologen-Team (+PraktikantInnen) der Charité nur einen Bruchteil ihrer Arbeitszeit im direkten Kontakt mit den PatientInnen. Das sehr nette Pflegepersonal hätte die Bereitschaft zu Gesprächen, ist meistens aber arbeitstechnisch total überlastet, man hat noch nicht einmal Zeit die BulimikerInnen nach den Mahlzeiten zu beaufsichtigen.

 

Familien sind nicht (nie) schuld an der Essstörung?

 

Diese 9 “Wahrheiten” zeigen am besten wie Institutionen Kindheitstraumata verleugnen. Rabeneltern und Kindesmissbrauch sind also ein Mythos, oder haben keine schädigenden Auswirkungen auf die spätere Entwicklung? 

Ich glaube im folgenden Video wurde für Wahrheit #2 gezielt Keanu Reeves ausgewählt. Denn wer würde Keanu eine Unwahrheit unterstellen?

Der Netflix-Film „To The Bone“ scheint auch die Aussage zu machen, dass es eher Genetik als Familienverhältnisse sind, die Magersucht verursacht.

Hier wird der Zuschauer zunächst bewusst auf eine ganz konkrete Fährte gelockt: Ja, Ellens Familienverhältnisse sind schwierig und ganz offensichtlich leidet sie massiv darunter. Ihre Stiefmutter spricht im Erstgespräch mit Dr. William Beckham [gespielt von Keanu Reeves] das aus, was offensichtlich scheint: "Das Outing ihrer Mutter muss doch etwas damit zu tun haben." Aber der Arzt unterbricht sie sofort: "Es ist niemals so simpel."

 

Wenn man Familienverhältnisse kategorisch als Ursache ausschließt, hat man eine sehr simple Denkweise!


Psychiatrie - Eine Vereinigung von Vergewaltigern

Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Essstörungen auf Kindesmissbrauch zurück-zuführen sind, wie die Harvard-Psychiater Harrison Pope und James Hudson, Experten auf diesem Gebiet, wiederholt betonten. "Aktuelle Erkenntnisse stützen nicht die Hypothese, dass Kindesmissbrauch ein Risikofaktor für Bulimia nervosa ist", schrieben sie 1992 in einem Artikel im American Journal of Psychiatry. [56]

 

In einem Land offenbarte eine Studie, dass Psychiater, während sie nur 6 % der Ärzteschaft ausmachten, in 28% der Fälle zu den Tätern im Zusammenhang mit sexuellen Straftaten gehörten.“

 

Einer der berüchtigtsten Fälle einer psychiatrischen Nicht-Vergewaltigung ist der von Dr. Jules Masserman, der einst von Kollegen weltweit als einer der führenden Psychiater bewundert wurde. Als ehemaliger Präsident der American Psychiatric Association (APA) und Ehrenpräsident auf Lebenszeit der World Association for Social Psychiatry, hatte Masserman viel Macht. Barbara Noel vergötterte Masserman und schätzte sich sehr glücklich, ihn als Psychiater zu haben. Masserman nutzte seinen beruflichen Einfluss und konnte sie rasch davon überzeugen, dass sie ganz leicht in Kontakt mit ihren wahren Gefühlen kommen könnte, wenn sie Natriumamytal einnehme, ein Barbiturat, das in den 60er Jahren bei Experimenten zur Gedankenkontrolle eingesetzt worden war, um das Gedächtnis zu blockieren. Masserman hatte Noel häufig auf diese Art in einen drogeninduzierten Schlaf versetzt. Während eines solchen wachte sie auf und erkannte Masserman, als der sich gerade - laut keuchend - sexuell an ihr verging. Sie hatte nie zuvor realisiert, wie weit Täuschung gehen konnte. Sie erkannte, dass Masserman sie jahrelang unter Psychopharmaka gesetzt hatte, um sie sexuell zu missbrauchen, eine Praktik, die schon fast an Nekrophilie grenzt (sexuelle Stimulierung durch Leichen). Verständlicherweise wurde sie sehr wütend. Aber Noel war eine Psychiatriepatientin. Da Masserman erklärte, sie wäre krank und würde lügen, bedurfte es eines siebenjährigen Gerichtsstreits und öffentlicher Auftritte anderer Frauen, die von Noels Fall gehört hatten, ehe die APA die Entscheidung der Psychiatrischen Vereinigung von Illinois anerkannte, Massermans Approbation aufzuheben. Die Suspendierung währte aber nur fünf Jahre und wurde nur wegen des unangemessenen Einsatzes von Medikamenten ausgesprochen, nicht wegen Vergewaltigung.” [57] [58]

 

I was literally repeatedly sexually assaulted in a psychiatric ward where staff had access to sedative type drugs and opiate type drugs and long night shifts that have opportunity.” (ein Facebook Kommentar)

Gruppentherapie

"Nicht selten entsteht im Rahmen forcierter Gruppenaktivitäten der Eindruck, dass es sich bei der Gruppen-therapie um eine Methode nach Art einer umfassenden psychologischen Wurstmaschine handele, bei der, egal was hineingeworfen wird, schon ein zufriedenstellendes Ergebnis herauskommt. Dabei scheint die Starrheit arztzentrierter Behandlungsformen lediglich gegen die Tyrannei der Gruppe als Selbstzweck getauscht worden zu sein." [60]

Die meisten mir bekannten Patienten hätten lieber auf Gruppentherapie verzichtet. Ich langweilte mich oft fast zu Tode. Es kam vor, dass 15 Minuten kein Wort gesagt wurde.

Das Leben ist ohne Sinn

Als die Verhaltenstherapie keine Erfolge bei mir zeigte, nahm sich der Oberarzt eine Stunde Zeit, um mir die biochemischen Körperprozesse zu erklären, die mit meinen Depressionen und Angstzuständen zusammenhängen. Dieses Thema interessierte mich nur sehr mäßig und erinnerte mich stark an die verhasste Schule. Ich hätte die Zeit lieber dazu genutzt, mit ihm (einen Onkologen) die Erfolgsrate von Chemotherapie auszudiskutieren. Ich „verliere immer den Fokus“, Essgestörte sind bekannterweise sehr schwer zu therapieren. Wie sollte es Patienten helfen, wenn sie begreifen, dass sie nur eine durch Zufall entstandene Ansammlung von Molekülen sind, ihre Emotionen nur chemische Reaktionen, und das ganze Leben eigentlich ohne Sinn? Ich selber bin nur gegen alle Erwartungen wieder gesund geworden, weil ich existentielle Gewissheiten erlangt, und damit auch jegliche Angst vor dem Tod (und dem Leben) verloren habe.

Fehldiagnosen

Außer dass Ärzte oft verschiedene Essstörungen nicht voneinander unterscheiden können, kann es bei einer Anorexie-Symptomatik auch organische (hormonelle) Ursachen geben. Eine Assistenz-Ärztin äußerte bei mir auch den Verdacht auf die Addison-Krankheit.

Ein junger Mann mit einer langen Geschichte von Zwangsmerkmalen (Essmacken)zeigte sich mit Anorexie, Erbrechen und deutlichem Gewichtsverlust. Er war wenig um seinen körperlichen Zustand und sein Erbrechen wurde häufig als selbstinduziert angesehen. Die Diagnose Anorexia nervosa wurde gestellt und er entließ sich selbst aus dem Krankenhaus. Einen Monat später wurde er wieder aufgenommen, schwer kachektisch und mit biochemischen Anomalien im Zusammenhang mit der fortgeschrittenen Addison-Krankheit, die anschließend bestätigt wurde. Er reagierte sowohl psychisch als auch körperlich dramatisch auf die Kortikosteroidtherapie. Es ist wahrscheinlich, dass Anorexia nervosa, die bei Männern relativ selten ist, eine Manifestation der psychischen Anomalien war, die häufig bei schwerer Addison-Krankheit auftreten.

Iboga für Essstörungen

Viele Menschen, die Binge-Eater, Magersüchtige oder Bulimiker sind, haben in ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht, die nie angesprochen oder vollständig behandelt wurden, und das hat ihre Essstörung ausgelöst. Iboga unterscheidet sich von anderen herkömmlichen Methoden zur Behandlung von Essstörungen. Eine der größten Auswirkungen von Iboga ist, dass es die Nervenbahnen klärt, die negative Verhaltensmuster wie Depressionen ausmachen, aber die positiven da lässt. Mit anderen Worten, Iboga setzt deine Neurotransmitter-Mechanismen zurück.

How Iboga Heals Eating Disorders with Karen O'Neel (podcast)

Treating Eating Disorders With Ibogaine: The Facts

Ibogaine for ED: "I have never met an anorexic or bulimic who was not a traumatised person.” 

Pferde-assistierte Psychotherapie

Pferde sind zu jeder Zeit kongruent in dem, was sie innerlich fühlen, und geben nicht vor, etwas zu sein, was sie nicht sind. Sie sind authentisch und beziehen sich ehrlich und wahrheitsgemäß aufeinander und verkörpern ihre Erfahrungen. Sie leben natürlich im Hier und Jetzt. Sie machen sich keine Sorgen darüber, was als nächstes passieren könnte oder was in dem Teil passiert ist. Dieser Fokus auf das Hier und Jetzt wird zu einer besonders wirkungsvollen Art, sich auf die Realität zu beziehen, da sich viele Klienten mit Essstörungen auf die Quelle ihrer Angst in ihren inneren Welten konzentrieren und oft Schwierigkeiten haben, ihr Leben authentisch zu leben.

Essstörung durch ein gestörtes Selbstwertgefühl

 

Dieser von vielen Experten an erster Stelle genannten Theorie zufolge liegt der Kern der Essstörung im gestörten, verminderten Selbstwertgefühl. In Verbindung mit GNTM führe dies zu einem krankhaften Schönheitsideal.

 

"Die Exposition gegenüber diesem Ideal [der Dünnheit] ist allgegenwärtig, aber nicht jeder bekommt Anorexia nervosa", sagt Bulik. "Keine der soziokulturellen Literatur hat jemals erklären können, warum." Sie fügt hinzu:

"Viele Patienten werden sagen:" Es ging mir nie darum, dünn zu sein."

"Wenn man sich über 200 Jahre lang psychiatrische Syndrome ansieht, hat sich die Magersucht überhaupt nicht verändert", sagt James Lock, ein Kinderpsychiater.

 

Das gestörte Selbstwertgefühl ist keine Ursache, sondern eine weitere Folge von Kindheitstraumata.

Dafür sind auch keine weiteren (beleidigenden) Diagnosen notwendig, hinter dem Perfektionszwang steckt nur eine verletzte Kinderseele. Wenn das Trauma verheilt, wird auch die Anzahl von Selfies und der Verbrauch von Kosmetik abnehmen.

Fehlende Regeln

 

Weil theoretisiert wird, dass fehlende gesellschaftliche oder familiäre Regeln ES verursachen, gibt es bei einer stationären Behandlung umso mehr Regeln.

In der Charité sitzen die ES-Patientinnen dicht gedrängt in einem engen Raum. Auf die Minute pünktlich darf das Tablett aufgedeckt werden, 30 Minuten später muss man das Essen beenden, was an einen Esswettbewerb erinnert. Für mich war es besonders beim Abendessen ein Wettlauf gegen die Zeit, in der kurzen Zeit eine große Mahlzeit hinunter zu schlingen.

Weil viele Themen tabu sind, herrscht oft eine eisige Stille, was die angespannte Atmosphäre verstärkt. Nahrungsmittel tauschen ist streng verboten, aufstehen ebenso.

Es wird eine militärische Pünktlichkeit erwartet, erscheint man bei den Zwischenmahlzeiten nur wenige Minuten zu spät werden die Patientinnen oft hungern gelassen, damit sie daraus lernen.

Magersüchtige haben nicht zu wenige, sondern zu viele (selbstauferlegte) Regeln, die Lösung ist nicht, diese durch aufoktroyierte zu ersetzen.

Auch der Sinn der Esstagebücher erschließt sich für mich nicht, ist das nicht eine Form von Kalorien zählen? Keine dieser Regeln helfen, ein entspanntes Verhältnis zum Essen zu entwickeln.

Die essgestörte Menschheit

Als Folge der Zivilisation ist jeder Mensch essgestört, d. h. isst (oder hungert) zu Weilen aus emotionalen Gründen, und nicht aus biologischer Notwendigkeit.

Menschen, deren gestörte Essgewohnheiten weniger dysfunktional, nur moderat gesundheits-schädlich und gesellschaftskonform sind, werden allerdings nicht pathologisiert.

Dunning-Kruger-Effekt bei den Experten

  

Now eating disorders are all labeled under one section. . . . Amenorrhea is no longer a criterion for anorexia nervosa—this never provided accurate data during research.” In addition, she pointed out, “a patient can now qualify for a diagnosis of bulimia nervosa with binging and purging once a week for three months instead of twice a week for three weeks. These are all good changes that I’m enthusiastic about and will be beneficial for better serving our patients.”

 

Wenn die Experten schon darüber enthusiastisch sind, dass man sich jetzt noch leichter für eine Diagnose qualifiziert, muss man als Betroffener doch zynisch werden.

 

Die Daten zeigen, dass mehr Kinder, die im März/April und im Oktober geboren sind, an [Anorexie]leiden als Kinder, die im Februar zur Welt kamen. [...] In dem Bericht wird die Möglichkeit erwogen, dass manche Frauen an jahreszeitbedingten Anorexie-Anfällen leiden, die im Zusammenhang mit der so genannten Seasonally Affected Disorder (SAD)einer jahreszeitbedingten Störung, stehen, die wiederum die Gipfel und Täler in den statistischen Daten erklärt.“ [61]

 Ein Beispiel, auf welche haarsträubenden Weisen Statistiken interpretiert werden. Wenn die Mutter SAD hat, wird dadurch das Kind nicht nur bei der Geburt, sondern auch davor und danach beeinflusst werden.

 

In wenigen Fachgebieten sind Autoritäten dermaßen ahnungslos wie in der Ernährungswissenschaft und im Gesundheitswesen allgemein. Die durchschnittliche Essgestörte kennt sich besser mit Ernährung aus als eine DGE-Ernährungsberaterin. Die vielen erlernten Theorien und Techniken helfen Psychologen wenig, Einsichten in einen ES-Komplex zu bekommen. STUDIEN haben gezeigt, dass Laien-Therapeuten effektiver als professionelle Therapeuten sind.

 

Diese Erkenntnis kann eine Chance sein, mehr Verantwortung für sich zu übernehmen. Du selbst bist für dich der wichtigste Therapeut!

 

Psychoanalytischer Nonsens Teil II

 

Nach der Psychoanalyse "trägt die Enttäuschung über die Mutter dazu bei, dass sich das kleine Mädchen auf der ödipalen Stufe nach einem Objekt umsieht, von dem sie mehr Befriedigung erhofft." Später wird der Verzicht auf den Penis des Vaters nur möglich sein, wenn das Verhalten des Vaters und der in den zwischenmenschlichen Beziehungen aufgewerteten Erwachsenen männlichen Geschlechts weder verführerisch noch zweideutig sich dem Mädchen darstellt.“

 

In diesem Verzicht (der Ödipuskomplex gipfelt in dem lange gehegten Wunsch, vom Vater ein Kind als Geschenk zu erhalten, ihm ein Kind zu gebären) keimt die Sublimierung der genitalen Triebe. Dabei ist es notwendig, den immensen intellektuellen und affektiven Kraftaufwand zu betonen, den eine Frau leisten muß, um das andere Geschlecht als erotisches Objekt zu finden.“

 

Das Selbst der Tochter verschmilzt durch die Identifikation mit dem phantasierten erigierten Penis des Vaters mit dem idealen Partialobjekt zum Ideal-Selbst. Untergründig spürt man dennoch die Abwesenheit des Vaters und den Wunsch der Tochter nach einem Sicherheit und Liebe spendenden Vater, einem Vater, den sie sich als Retter vor der symbiotischen Verschmelzung mit der Mutter ersehnt, der aber in Wirklichkeit gar nicht existiert.“

 

Es war Tannes Paradies vor dem Sündenfall." In dieser "Vaterleibsphantasie" sieht Fenichel die Vorstellung vom Penis als die Fortsetzung der Vorstellung vom Inneren des Mutterleibes. Die Identifizierung mit dem Penis entspricht der Identifizierung mit dem Embryo, dem Anhängsel der Mutter. Demnach wären die magersüchtigen Töchter zumindest im Stadium der Identifizierung mit dem Phallus das phantasierte Bindeglied zwischen Vater und Mutter.“

 

Hier ist der Körper schon anderswo, abwesend, eine lebende Leiche. Er wird von der Magersüchtigen nicht ernährt, weil diese Angst hat, ihn vollzustopfen, und so besser ohne ihn leben kann. Das Bild ihres Körpers ruft in ihrem gekränkten Narzißmus die Gewalt und den Wunsch zu töten hervor, gegen den sie sich schützt, indem sie ihren Körper malträtiert. 

Darum wurde die Mutter als allmächtig, ja sogar verfolgend erlebt. Die Konnotation des "fäkalen Penis" sollte dabei berücksichtigt werden, da Mund und Anus im Unbewußten gleichgesetzt werden. Der Wunsch, gierig und unersättlich in sich hineinzusaugen, kann dazu führen, daß der Darm als gefährliches, verschlingendes Organ phantasiert wird.“ [63]

 

"Ungestillte" BulimikerInnen

 

Eine zentrale traumatische Erfahrung von Bulimiepatientinnen scheint das emotionale Verhungern“ zu sein. Sie wurden zwar gefüttert, aber nie gestillt. Ein wunderbares Wort übrigens, wie ich finde. Sie kennen den Rhythmus von Hunger, gemeinsamer Sättigung und gemeinsamer Zufriedenheit nicht. Alle Bulimiepatientinnen erzählen uns genau diese Geschichte, also den Mangel jeder natürlichen Sicherheit im Umgang mit dem Hunger. Auffälligerweise schämen sie sich dafür. Was aber ist peinlich daran?

Wir haben es hier anscheinend mit einem abgespaltenen Persönlichkeitsanteil zu tun, einem inneren Kind, vielleicht so alt wie ein Säugling, für welches die Patientinnen sich schämen. Dieses innere Kind erscheint ihnen hässlich, gierig, maßlos, ekelhaft. Die öffentliche, erwachsene, sehr angepasste und brave Alltagspersönlichkeit der Bulimiepatientinnen kann dieses innere Kind nur verachten. Dieser Zustand der Entwicklung von zwei sich bekämpfenden Persönlichkeitsteilen scheint wiederum Folge jener traumatischen Beziehungserfahrung, welche die Patientinnen verinnerlicht haben und weiterleben. Sie versuchen den bulimischen Teil in sich, das gierige innere Kind aus sich selbst und aus ihren Beziehungen zu eliminieren, mit ihm möglichst nicht in Kontakt zu kommen. Sie füttern es nicht, lassen es den ganzen Tag fasten, wollen dieses peinliche innere Kind in der Öffentlichkeit nicht zeigen und nicht stillen, bis es sich dann abends oder in der Heimlichkeit des Zimmers um so heftiger meldet und im Fressanfall abgefüttert wird. Im Moment des Fressanfalls ist aller Verstand, alles Erwachsene und alles Vernünftigsein ausgesetzt, im maßlosen Fressen gibt es keine Moral, kein Schuldgefühl, keine Scham. Es ist aber deshalb kein glücklicher Moment, die Patientinnen sind nur Kind, völlig einsam, zu niemandem in Beziehung, an die Stelle eines Menschen, einer Mutter, tritt der Kühlschrank. Der Fressanfall endet deshalb nicht wie normales Essen durch zufriedene Sättigung, welche die Nahrung nun verdauen und aufnehmen möchte, sondern in einem widerlichen Missempfinden. Im gleichen Moment kippt die Persönlichkeitsorganisation, der angepasste Teil der Person setzt sich durch und empfindet massive Schuld- und Schamgefühle, Ekel, Selbstverachtung. Das daraus resultierende bulimische Erbrechen schafft dem Völlegefühl zwar ein wenig Erleichterung, nicht allerdings den Gefühlen von Scham, Schuld und Selbstverachtung. Deren Folge ist wiederum der Versuch, das innere Kind hungern zu lassen und so fort.

Aus der Biographie von Bulimiepatientinnen hören wir immer wieder von Müttern, denen die Gier des Säuglings unerträglich war, sie konnten mit ihrem hungrigen emotional erregten und bindungsbedürftigen Säugling keinen Körperkontakt und keinen Gefühlskontakt ertragen. Solche Mütter erzählen, dass sie sich beim Stillen oder Füttern ablenkten, eine Mutter machte es sich zur Gewohnheit, beim Füttern gleichzeitig mit ihren Freundinnen zu telefonieren.

In dieser Beziehung hat der emotionale Hunger des Kindes keinen Platz. Eine Bulimiepatientin erzählte in einer Gruppensitzung tief bewegt, dass sie sich genau an zwei Situationen emotionaler Verbindung mit ihrer Mutter erinnert, die den größten Schatz ihres Lebens darstellen. Man könnte sagen: sie ist zweimal gestillt worden, nicht öfter.

Auslösend für die Bulimie ist häufig eine unausgesprochen erwartete Autonomieforderung. Der Patientin wird gewissermaßen von ihrer Familie die Kindheit gekündigt. Mütter haben dann allergrößtes Interesse daran, dass die Patientin ihre schulische Ausbildung absolviert, nicht weiter vom Elternhaus abhängig ist und nicht mehr zu Hause wohnt. Typischerweise findet dies im Alter von 16 Jahren statt. Die Patientin möchte alles dafür tun, dass sie gemocht wird und alles vermeiden, was zu weiterer Unsicherheit und zu Bindungsverlust führen könnte. Sie investiert ihre Energie in Anpassung, nicht in Persönlichkeitsentwicklung. Die Bulimie wird nun zur scheinbaren Helferin in dieser Not, sie scheint der Patientin das zu geben, was sie braucht, aber es scheint nur so. Die Bulimie lügt.

Die Pubertät wird von Bulimiepatientinnen nicht als Chance zum Erwachsenwerden empfunden sondern als Zwang. Pubertät heißt, sich außer an die Erwartungen der Eltern nun auch an die des Freundes, des Partners anzupassen, um durch Anpassung ein Ersatz für Bindung zu bekommen. Der emotionale Hunger nach Berührung wird dadurch aber nicht gestillt sondern verstärkt. Die Patientinnen beginnen um so mehr, diesen hungrigen Teil, das innere Kind, zu bekämpfen, passen sich mit dem öffentlichen erwachsenen Teil ihrer Person so gut sie können an alle Normen an und verbannen das verhungerte innere Kind voll Scham in den als hässlich und widerwärtig empfundenen bulimischen Persönlichkeitsbereich. Was die Patientinnen nicht lernen ist, diesem hungrigen inneren Kind Mutter sein, es wirklich zu stillen. [64]

 

Für die meisten ist dieser Artikel zu sehr triggernd. In der Facebook-Gruppe Complex PTSD Resources gab es aber positive Reaktionen, weil die Mitglieder dort ihr Trauma nicht verleugnen.

 

 

The lived experience of mental health nurses when force feeding patients with eating disorders

I definitely felt with some patients, just ship them out to palliative care or something you know? We could be helping others, but we were locked in this cycle of mutual abuse, them of us, us of them, and no one won. It just felt pointless.”

 

At no point have we been trained what to do – no one knows the best way, safest way to do it, we all just find what works and do it, but it always feels so risky you know? If there was a specific ‘this is how you restrain and tube feed’ course, then great, we’re doing the right thing, but there’s not.”

 

It leaves us terribly open, professionally. If you have to use five staff to hold down a patient, get a tube down, pass the feed down, and they’re fighting it, it’s violent. It’s tough. If someone gets hurt can we say we did it by the book, safely? Well - there is no book. It’s unsafe for all of us.”

 

I’m supposed to be caring for them – and I’m fighting, literally fighting. And you know their history and it impacts on you. You feel abusive. Tainted.”

 

I think they [the patients] perceive you differently too – even the patients who are informal, there to recover. They know what you’re doing and it makes them wary of you too, I think. You’re no longer a nurse to them either – you’re also…I don’t know, a combatant, a…a guard. It just creates barriers, everywhere.”

 

I’ve had nightmares about tubing, really intense dreams, you just can’t switch off from it” 

Liebevolle Gedanken

Im Sommer 1991 wurde mit Hilfe des BR und WDR ein großangelegtes Experiment durchgeführt, bei dem es darum ging Tomatenpflanzen durch liebevolle Gedanken zu mehr Ertrag zu veranlassen. Der Erfolg – wissenschaftlich kontrolliert – war eindrucksvoll: die geliebten Tomaten produzierten über 20% mehr Früchte als die ungeliebte Kontrollgruppe.

 

Das Naturgesetz der Liebe würde noch mehr bei Essgestörten zutreffen, Bestrafungen, Zwang und Psychoterror haben keinen Erfolg!

Quellen:

 

 

[1] Susie Orbach – Hungerstreik

[2] Essstörungen als psychisches Trauma

[3] Jeffrey Masson - Der Angriff auf die Wahrheit; Freuds Unterdrückung der Verführungstheorie (1984)

[4]Bundesverband der Frauenärzte e.V.

[] Die Integration von Eltern in den stationären Therapieprozess essgestörter Patienten/-innen

[5Ödipus-online (Klaus Schlagmann)

[6] Judith Herman – Father-Daughter Incest

[] Stachiw A./ Frank, R. - Sexueller Mißbrauch von Kindern – Ein unerkanntes Problem in der pädiatrischen und pädopsychiatrischen Praxis

[7Sexueller Missbrauch von Kindern

[8] Is there a relationship between sexual abuse or incest and eating disorders?

[9] E. Hildebrand – Therapie erwachsener Frauen, die in ihrer Kindheit inzestuösen Vergehen ausgesetzt waren

[10] Compulsory treatment in anorexia nervosa. Short-term benefits and long-term mortality

[11] Dissertation Dr. Laurence Erdur

[12] Study Finds HRV (Heart Rate Variability) Related to PTSD

[13]Brain Imaging Alterations in Posttraumatic Stress Disorder

[14] Nationaleatingdisorders.org - Neurotransmitters

[15]Results of World’s Largest Antidepressant Study Look Dismal

[16]Das Paradoxe: Wenn wir verliebt sind, sinkt unser Serotoninspiegel  

[17] Über das Erleben von Magersucht Eine psycho-morphologische Studie zur Anorexia Nervosa

[18] Arzthaftung wegen grob fehlerhafter Behandlung einer Anorexie-Patientin

[19] Essstoerungen-Langfassung

[20] https://www.tce-essstoerungen.de/info-hilfe/ursachen_essstoerungen.php

[21] The evidence for CBT for eating disorders is weaker than you might have thought

[22] Eßstörungen - Neue Erkenntnisse und Forschungsperspektiven

[23] Hanna Kiper – Sexueller Mißbrauch im Diskurs

[24] E. Bornemann – Das Geschlechtsleben des Kindes

[25] Körper, Liebe, Doktorspiele“

[26] bemerkungen zu otto kernberg

[27] Angriff auf Gender Mainstreaming und Homo-Lobby

[28] Sexueller Missbrauch – Widersprüche eines öffentlichen Skandals

[29] Stigmatisierung bei Anorexia nervosa

 

[30] Bulimie & Magersucht – einsam, hilflos, haltlos?

[31] Suchterkrankungen und Essstörungen

[32]Eating disorders: Concern over NI shock treatment

[33]Die Hungerkrankheiten – Raymond Battegay

[34] What Does It Mean to Be Touch Starved? 

[35]Why Massage Therapy Needs to Be Trauma-Informed

[36]Studie - Anorexia nervosa symptoms are reduced by massage therapy

[37]Bulimia Nervosa and Massage: a case report examining BodyAwareness with Co-Morbidities Anxiety and Depression.

[38]The developmental literature suggests that touch, consisting of secure holding and hugging, plays an important role in the formation of body image.

 

[39] Magersucht: Rolle von Leptin

 

[] Leptin Prevents Anorexics From Putting on Pounds?

 

 

[40]Time Course of Leptin in Patients with Anorexia Nervosa

 

[41] ADHD and Complex Trauma

 

[42] How Childhood Trauma could be mistaken for ADHD

 

[43]Trauma als Ursache von AD(H)

[44]  A critique of the literature on etiology of eating disorders

[45]Der Schwindel vom "false memory syndrome)

[46] My Eating Disorder Protects Me: Development of an Eating Disorder Following Sexual Abuse

[47] Psychodynamics of Eating Disorder Behavior in Sexual Abuse Survivors  

 

[48]Bessel van der Kolk - The Body Keeps The Score

[49] Klaus Dörner - Diagnosen der Psychiatrie

 

[50] Die Komplexität des 
Refeeding-Syndroms

[51] Wenn jedes Gramm zählt: Paradigmenwechsel bei der Ernährung Magersüchtiger?

[52]vitamin-d-and-calcium-to-prevent-fractures-preventive-medication

[53] calcium-supplements-why-you-should-think-twice

[54] Protonenpumpenhemmer: zu häufige Verordnung und Risiken bei Dauertherapie

[55] Osteoporose - einer der großen Irrtümer in der Medizin

[56]The Repressed Memory Epidemic - Mark Pendergrast

[57] SEX ALS THERAPIE. Wie Psychiatriepatienten missbraucht und vergewaltigt werden

[58] Sexual crimes committed by psychiatrists are estimated at 37 times greater than rapes occurring in the               general community

[60] Die Gesellschaft der Patienten – Matthias Hermer (Hrsg.)

[61] Langzeitstudie liefert neue Erkenntnisse über Magersucht

[62]Patricia Bourcillier - Magersucht & Androgynie

[] NS-OPFER - Euthanasie Morde

 

WIE KANN ICH MEINEM KIND/MEINEM SOHN/MEINER TOCHTER MIT ANOREXIA NERVOSA HELFEN? ERFAHRUNGEN EINER MUTTER MIT DER BEHANDLUNG IN DEUTSCHLAND

 

It is unclear whether antidepressants are more efficacious than placebo

Deep Brain Stimulation Fails to Outperform Placebo in Sham-Controlled Trial


Aspartam: Wie ungesund ist der umstrittene Süßstoff?

 Schaden Ärztestreiks den Patienten? Süddeutsche Zeitung

I was misdiagnosed with anorexia when I was 11

When an eating disorder is misdiagnosed Gastric neoplasia misdiagnosed as an eating disorder

Constitutional Thinness and Anorexia Nervosa: A Possible Misdiagnosis?

Young woman misdiagnosed with anorexia actually had a rare syndrome

Celiac Disease and Anorexia May Be Linked in Women

Anorexia Misdiagnosed by Laura A. Daly

Anorexia Misdiagnosed by Laura A. Daly 2

EATING DISORDERS MAY BE MISDIAGNOSED

Teenager’s Cancer Misdiagnosed as Eating Disorder, Leading to Dangerously Late Diagnosis

Five Disorders that Mimic Anorexia Nervosa

Therapist-Patient Sex as Sex Abuse

Investigating Restrictive Eating Disorders in Autistic Women

Download
Force-Feeding: An Experience Much Worse Than Rape
Chapter from a book by Ian Miller
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
Adobe Acrobat Dokument 626.6 KB

Ich schluchzte. Die Tränen rannen mir über die Backen und mischten sich mit dem Apfel und den Blätterteig, den mir mein Vater in den Mund stopfte.

Neben ihm ein grauhaariger Psychiater, der ihn drängte mir das Essen rücksichtsloser reinzuzwängen. Neben meiner Mutter ein anderer Psychiater, der sie drängte meinen Vater aktiver zu unterstützen. Daneben mein 19jähriger Bruder, der schockiert zuschaute, wie seine Schwester mit ihren 30 Jahren gedemütigt wurde.

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Nach meiner Erfahrung sind die meisten zum Scheitern verurteilt, weil sie das Phänomen behandeln, nicht die Person. Sie ersetzen die patriarchalischen Väter durch patriarchalische Psychiater, beide verkörpern auch matriarchalische Mütter, die eifersüchtig über ihre Ernährerinnenrolle wachen.

Karen Margolis – Die Knochen zeigen

 

As a 12-year-old with full-blown anorexia, I was involuntarily institutionalized after having an eating disorder–induced seizure. The institution was not equipped to deal with eating disorders, and their only plan of action was to watch me eat, shower, and sleep to ensure I didn’t throw up, exercise, or throw my food away. I was treated less as a medical patient and more like a criminal, unable to privately mourn the loss of my innocence and adolescence.

This was my first insight into how our health care system is unprepared to treat eating disorder survivors, a travesty compounded by society’s rigid physical ideals for women. Survivors could best be served by the development of new treatment options targeted at modifying harmful behaviors and by eroding patriarchal visions of the female body. Instead, we are treated like social outliers who are shamed and told we have taken things too far. Denying the existence of sexism is a historically convenient method of the ignorant, and to tell an eating disorder survivor that our plight is of self-creation is to validate the disproportionate and unrealistic physical expectations for women that have permeated every aspect of society.

I will never forget the first time I saw my own reflection without wanting to see less of it. It took years for me to regain control of my life and body, both of which deserved respect and love after having spent years as a battleground. Sharing my story was the first step toward total recovery and remains my personal form of resistance. By speaking out, we can reduce the shame and stigma associated with eating disorders and give courage to millions of survivors.



In it's most recent study, a few years ago, the CDC estimated the lifetime cost to society for dealing with all issues related to the child abuse of just one year's worth of traumatized kids is $585 billionan astonishing figure that obviously repeats each year !!!


Did you know:

Back then they said there were over 42 million survivors of sexual abuse in America.

Somewhere between 2/3 and ninety percent of sexual abuse victims never tell !!!

293,000 children and youth are estimated to be at risk of exploitation.

100,000 are prostituted annually.

90% are abused by someone they know, love or trust.

20% of child sexual abuse victims are under the age of 8 .. most never tell, and some don't recall the abuse.

More then 60% of pregnant teens have been sexually abused.

55% of girls living on the streets engage in prostitution.

20% of prostituted girls are transported across state lines for services.

The average age of entry for girls into prostitution is 12 to 14 years old.

One in 7 children who are regular Internet users receive sexual solicitations online.

1 in 3 is exposed to unwanted sexual material.

1 in 25 receives a request to meet someone in real life that they met online.

800,000 children are reported missing every year in the U.S. or 2,000 every day.

An estimated 200,000 are abducted by family members; 58,000 by non family members, the primary motive for which is sexual.

In the most serious cases, the child is abducted by a stranger and killed, held for ransom, or taken with the intention to keep.

 

So essen Magersüchtige in Australien:

Ich will keine Essgestörte auf dumme Ideen bringen, die Techniken haben sich in den letzten hundert Jahren stark geändert.

AYDS stellte sich als eine geschäftsschädigende Namenswahl für eine Diätpille heraus.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Die Webseiten dieser beiden genialen Künstler: Politicalartfranzetta Vaccine Fraud (Youtube) www.vaccinefraud.com

 

Die Charité und die Verbrechen an den Patienten (Berliner Morgenpost)

Viele ihrer Kliniken und Institute wurden in den zwölf Jahren zwischen 1933 und 1945 zu Orten der NS-Rassen- und Vernichtungsmedizin. „Teile der Ärzteschaft und des pflegenden Personals folgten bereitwillig den Paradigmen des herrschenden Regimes“, stellte Charité-Chef Karl Max Einhäupl [...] fest. 

Impfversuche an Kindern in der Nervenklinik

Wieso sie offenbar ohne erkennbare Bedenken menschenverachtende oder zumindest ethisch fragwürdige Experimente und Zwangssterilisationen an Menschen durchführten. Darunter etwa der Leiter der Kinderklinik der Charité, Georg Bessau, der [Kleinkinder] für Tuberkulose-Impfversuche missbrauchte und ihnen so vor ihrem Tod noch unermessliche Schmerzen bereitete.


Hier wird natürlich verschwiegen, dass die Vergangenheit die Gegenwart ist. Immerhin wurde mein Chefarzt Prof. Dr. Rose als Konsequenz für sein „unethisches“ Verhalten bei meiner Behandlung zum einfachen Oberarzt degradiert.

Jetzt, wo sich unter den Patienten der Grund für die Degradierung herumgesprochen hat, frage ich mich, wie sie noch ein Vertrauens-verhältnis aufbauen sollen. 

Seine mangelhafte Selbstfürsorge macht ihn mir aber etwas sympathischer, ich mache                                                                          mir  auch keine Gedanken über meine Haare.

   

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
Adobe Acrobat Dokument 626.6 KB

 

 

 

Nachdem ich die Autorin dieser (etwas befremdlichen) Ernährungsleitlinien kontaktierte und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gab, veranlasste sie, dass sie aus dem Internet genommen werden.

Ich hoffe, von Ärzteseite wird es noch eine gute Erklärung geben.