Essstörungen sind NICHT genetisch!

Fachleute sind jahrzehntelang an der Behandlung von Essstörungen gescheitert und versuchen dies nun damit zu erklären, dass sie dem psychischen Anteil zu viel Bedeutung geschenkt haben.

 

Bisher haben wir uns auf die psychologischen Aspekte der Magersucht konzentriert, beispielsweise auf das Streben der Patienten nach Dünnheit", sagt Bulik. „Unsere Ergebnisse ermutigen uns nachdrücklich, auch die Rolle des Stoffwechsels in den Mittelpunkt zu rücken, um zu verstehen, warum Menschen mit Anorexie auch nach einem stationären Aufenthalt häufig auf bedrohlich niedrige Gewichte zurückfallen. Ein Versäumnis, die Rolle des Stoffwechsels zu berücksichtigen, könnte zu der schlechten Erfolgsbilanz der Gesundheitsautoritäten bei der Behandlung dieser Krankheit beigetragen haben.“

 

Die Experten haben nicht versäumt die Rolle des Stoffwechsels zu berücksichtigen, sondern die Rolle von Trauma. Die schlechte Erfolgsbilanz ist das Ergebnis der ausschließlichen Symptombehandlung, die auch noch schlecht durchgeführt wird.

 

Dennoch verbessern die Schlussfolgerungen der Studie unser Verständnis der genetischen Beiträge zur Magersucht. Pharmakogenetiker könnten sie als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Therapien verwenden, sagt Bulik. "Im Moment haben wir keine Medikamente, die bei der Behandlung dieser Krankheit wirksam sind", sagt sie. "Wir fangen bei Null an."“

 

Es wird niemals ein Medikament gegen Magersucht geben, da es keine metabolische Störung ist. 

 

Die Annahme einer großen Bedeutung der Biologie bei Essstörungen setzt voraus, dass solche komplexen Phänomene letztendlich aus wenigen und sehr einfachen Prinzipien hergeleitet werden. Die Methodologie, mit der Forscher zu dem Schluss kamen, dass Essstörungen hauptsächlich eine genetisch bedingte Krankheit ist, weist mehrere Schwächen auf und kann nicht als wissenschaftlich angesehen werden:

 

Es werden fünf Kriterien vorgeschlagen, um die Angemessenheit des Konzepts "X ist ein Gen für Y" zu bewerten: 1) Assoziationsstärke, 2) Spezifität der Beziehung, 3) Nichtkontingenz der Wirkung, 4) kausale Nähe von X zu Y und 5) das Ausmaß, in dem X die angemessene Erklärungsebene für Y ist. [...] Der genetische Beitrag zu psychiatrischen Störungen erfüllt jedoch keines der fünf Kriterien für das Konzept "X ist ein Gen für Y". Der Einfluss einzelner Gene auf das Risiko für psychiatrische Erkrankungen ist gering, häufig unspezifisch und in komplexe kausale Pfade eingebettet.“

 

Ich bin mir nicht sicher, wie stark die Assoziation des angeblichen "Anorexie-Gens" auf Chromosom 12 ist, aber es ist nicht spezifisch für ES, es ist ein biologischer Marker für fast jede andere psychische Krankheit sowie für Diabetes und Autoimmunerkrankungen. Die meisten „Bio-Marker“ von ES gelten auch für andere psychische Krankheiten (da fast alle einen Traumabezug haben). Man gibt zu, dass Gene allein keine ES verursachen würden, sondern von anderen Faktoren abhängen, insbesondere dem Einfluss von bestimmten Umweltbedingungen, also kann man Gene auf keinen Fall als Auslöser von ES bezeichnen.

 

Bisher wurden nur Korrelate identifiziert, die immer vorkommen. Korrelate machen keine Aussage, ob es sich um Ursachen oder Auswirkungen von Symptomen handelt, oder ob sie rein zufällig sind. 

Kinder mit einem Risiko für Essstörungen haben im Durchschnitt einen höheren IQ und ein besseres Arbeitsgedächtnis, sind jedoch laut Forschern des UCL Institute of Child Health weniger in der Lage, automatische Gedanken zu kontrollieren. Verursacht der hohe IQ die Essstörung, oder schaffen es Essgestörte schlechter, traumatische Erlebnisse zu verdrängen?

 

In der Vergangenheit führten die Ergebnisse von Korrelaten mehrfach zu der Annahme, dass man das für Schizophrenie verantwortliche Gen gefunden hätte, aber diese Studien konnten niemals repliziert werden.

Polygenic scores: Are they a public health hazard?

 

Die Behauptung, dass Gene zu 60% für AN verantwortlich sind, wurde aus Zwillingsstudien hergeleitet, die von vielen Experten für nicht aussagekräftig gehalten werden. Psychiatrische Fachleute schließen jede andere Erklärung außer Genetik aus, da sie einen „confirmation bias“ haben, dass es sich bei psychiatrischen Diagnosen um biologische Krankheiten handelt. 

 

Eine Studie konnte keine genetische Komponente für AN nachweisen. Sie analysierten eine epidemiologische weibliche Zwillingsprobe (n = 2.163); nur eine kleine Anzahl von Zwillingen wurde retrospektiv mit AN diagnostiziert. Überraschenderweise waren die Konkordanzraten bei zweieiigen Zwillingen höher als bei eineiigen Zwillingen. Studien wie diese, welche nicht das gewünschte Ergebnis bringen, werden in der Regel nicht veröffentlicht (publishing-bias).

 

Eineiige Zwillinge haben eine ganz besondere Beziehung. Sie werden nicht als Individuen behandelt und entwickeln eine Zwillingsidentität. Sie sind so auf der gleichen Wellenlänge, dass Emotionen (und Essgewohnheiten) des einen den anderen stark beeinflussen. Es ist auch viel wahrscheinlicher, dass sie ein Trauma teilen. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass zweieiige Zwillinge, die ähnlich aussehen, mehr Persönlichkeitsmerkmale gemeinsam haben (obwohl sie nicht mehr Gene teilen) als solche, die leicht zu unterscheiden sind. Die Annahme von gleichen Umweltbedingungen bei zweieiigen und eineiigen Zwillingen ist nicht haltbar. 

 

Eineiige Zwillinge haben einen natürlichen Spiegel", sagte Shari. „Was ich so häufig gesehen habe, war ein intensiver Vergleich und Wettbewerbsfähigkeit, die Teil des Kerns einer Essstörung sind. Insbesondere bei den Frauen gab es immer jemanden, gegen den man antreten und sich vergleichen konnte.“


Eine Zwillingsstudie fand heraus, dass Genetik in einem jungen Alter bei Essstörungen keine Rolle spielt.

 

Artikel: Wir fanden heraus, dass genetische Einflüsse über die Pubertätsentwicklung hinweg signifikant zunahmen und 0% der Varianz bei präpubertären Zwillingen, aber 46% der Varianz bei postpubertären Zwillingen ausmachten.[...]

Im Gegensatz dazu nehmen die gemeinsamen Umwelteinflüsse in der Jugend ab und machen 0% der Varianz im späten Jugendalter aus.

      

Also vor der Pubertät ist die Genetik zu 0% an Essstörungen beteiligt, und im Alter von 17-18 Jahren sind die Umweltbedingungen zu 0% an Essstörungen beteiligt? Hört sich logisch an.

Aufgrund genetischer Mutationen sollte es in einem jüngeren Alter eine höhere Übereinstimmung geben, wenn die genetische Hypothese wahr wäre. Wird in der Pubertät epigenetisch ein Anorexie-Gen aktiviert, oder ein Kindheitstrauma? Die Zwillingsidentität könnte im Alter von 17 auch Jahren stärker geworden sein. 

 

Familienstudien weisen auf eine höhere Inzidenz von Anorexie bei Verwandten ersten und zweiten Grades von Magersüchtigen hin, aber ähnliche Korrelationen wurden bei Bulimikern nicht gefunden.“

 

Das heißt, Bulimie ist weniger eine genetische Erkrankung als Magersucht. Warum? Vielleicht weil Bulimie weniger einen Wettbewerbscharakter hat?

 

Artikel: In Assoziationsstudien zu Essstörungen wurden verschiedene Gene getestet. Die meisten Gene können in drei biologische Hauptwege eingeteilt werden, nämlich den Serotoninweg, den Katecholaminweg und den Weg, der an der Neuropeptid- und Nahrungsregulation beteiligt ist. Der Serotoninweg wurde am intensivsten bei Essstörungen untersucht. Es ist an einer Vielzahl von biologischen, physiologischen und Verhaltensfunktionen beteiligt. Serotonin ist an der Regulierung des Körpergewichts und insbesondere am Essverhalten beteiligt. Sowohl bei Nagetieren als auch bei Menschen verringerten Medikamente, die entweder direkt oder indirekt die postsynaptische serotonerge Stimulation erhöhten, routinemäßig den Nahrungskonsum. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die hyperserotonerge Aktivität ein Merkmal bei Essstörungen ist. Es wird vermutet, dass eine erhöhte Serotoninaktivität im Gehirn für die Entwicklung von Essstörungen prädisponieren könnte. Darüber hinaus könnte Serotonin auch zu den psychopathologischen Merkmalen von Essstörungen wie Perfektionismus, Rigidität und Zwanghaftigkeit beitragen.

 

Warum verschreibt man dann Magersüchtigen SSRIs und nicht Serotonin-senkende Medikamente?

 

Studie: Die Übereinstimmung für Bulimie betrug 22,9% bei eineiigen und 8,7% bei zweieiigen Zwillingen. Das am besten passende Modell zeigte, dass die familiäre Aggregation ausschließlich auf genetische Faktoren mit einer Erblichkeit von 55% zurückzuführen war.“

 

Vielleicht bin ich zu dumm, aber wie kommt man von 22,9% zu 55%? Sollte die Erblichkeit nicht bestenfalls um 20% sein?

 

Artikel: „Bei Kindern aus Mehrlingsgeburten (Zwillingen und Drillingen) wurde im späteren Leben mit 33 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Magersucht diagnostiziert als bei Kindern aus Einzelgeburten, so die Studie. Die Forscherin sagte, sie sei über diese Verbindung ratlos. „Ich habe keine sehr gute Erklärung dafür, warum Zwillinge oder Drillinge einem hohen Risiko für Magersucht ausgesetzt zu sein scheinen“, sagte Goodman gegenüber Live Science. „Es ist wirklich ein Rätsel für mich.“ Die Ergebnisse sind sogar kontraintuitiv, da die Studie zeigte, dass ein Geschwister (außer einem Zwilling) eher vor Magersucht schützt, sagte Goodman.“ 

 

Diese Ergebnisse sind für mich nicht kontraintuitiv. Zwillinge erhalten weniger mütterliche Aufmerksamkeit und werden seltener gestillt. Für viele Eltern sind von Zwillinge überfordert, was zu Depressionen und anderen psychischen Problemen führt, die auf die Kinder übertragen werden.

 

Die diagnostischen Kriterien von Essstörungen basieren auf Intuitionen, Erfahrungen, historischen Entscheidungen, und sind ziemlich willkürlich und subjektiv. Weder Anorexie noch Binge-Eating sind Körpergewicht-Krankheiten. Die allgemeine klinische Praxis, Essstörungen nur dann zu behandeln, wenn sie zu einem physischen Gesundheitsrisiko werden, führte dazu, dass Magersucht als „niedriger BMI“ eingestuft wird. Magersüchtigen mit normalem Gewicht wird die Behandlung verweigert, übergewichtigen Magersüchtigen würde man wahrscheinlich eher eine Gewichtsreduktions-Diät empfehlen.

 

Dieses grundlegende Missverständnis, dass Essstörungen gleichbedeutend mit einem abnormalen Körpergewicht sind, führte die Fachleute zu der Hypothese, dass es sich möglicherweise um eine Stoffwechselstörung handelt, und Magersüchtige eine genetische Veranlagung zum Untergewicht haben. Dies ist offensichtlich nicht wahr, wenn man übergewichtige Magersüchtige berücksichtigt und macht die Verwirrung der Fachleute deutlich. Hungern und Essanfälle sind nicht gegensätzliche metabolische Störungen, sondern im Prinzip das Gleiche, nämlich Emotionen über das Essen zu verarbeiten. Oft gehen Essgestörte von einem Extrem ins andere über.

 

Die Psychiatrie reduziert Verhaltensweisen auf biochemische Reaktionen und streitet die Existenz der Seele ab. Psychische Erkrankungen werden von der Mehrheit immer noch als somatische Gehirnkrankheiten angesehen. Diese fehlerhafte Konzeptualisierung führte zu einem Anstieg von psychischen Krankheiten im Zeitalter der modernen Psychiatrie.

 

Der frühere NIMH (National Institute of Mental Health)-Direktor Thomas Insel erklärte:

 

Ich habe 13 Jahre im NIMH verbracht, um die Neurowissenschaften und die Genetik von psychischen Störungen wirklich voranzutreiben, und wenn ich zurückblicke, stelle ich fest, dass es mir zwar gelungen ist, viele wirklich coole Artikel von coolen Wissenschaftlern zu relativ hohen Kosten zu veröffentlichen – etwa 20 Milliarden Dollar - ich glaube nicht, dass wir irgendetwas bewegt haben, um Suizidraten oder Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und die Genesung von zig Millionen Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern. Ich mache mich dafür selbst verantwortlich.“

 

Die UN nahm am Weltgesundheitstag 2017 zu Depressionen Stellung: „Die vorherrschende biomedizinische Erklärung von Depressionen“ basiert auf einer „voreingenommenen und selektiven Verwendung von Forschungsergebnissen“, die „aufgegeben werden müssen“. Wir müssen von dem „Focus auf chemische Ungleichgewichte“ zu einem stärkeren Focus auf „Leistungsungleichgewichte“ übergehen.

Analog reden Wissenschaftler auch von dem sogenannten "black gene", das die schlechtere Gesundheit von Afroamerikanern erklären soll.

 

Die letzte zehnjährige Volkszählung im Jahr 2010 ergab, dass der durchschnittliche Schwarze 62 Jahre alt wird, der durchschnittliche Weiße 75 Jahre und der durchschnittliche Latino 80,5 Jahre. Warum gibt es einen Unterschied von achtzehn Jahren zwischen der Lebensspanne eines Schwarzen und eines Hispano-Amerikaners? Ärzte sagen Genetik und Lebensstil. In Wirklichkeit wurde dem schwarzen Mann beigebracht, das medizinische System wegen seiner medizinisch geschaffenen Ängste vor seinem „schrecklichen schwarzen Gen“ zu überbeanspruchen, während der spanische Mann immer noch Omas Hausmittel verwendet und sie einfach nicht so oft von Ärzten getötet werden konnten wie die Schwarzen, die das medizinische System überbeanspruchen.“ (Dr. Joel Wallach - Epigenetics)

 

Ich erkenne die Existenz von genetischen Krankheiten an, die aber auf einer Mutation von einem einzelnen Gen beruhen. Es gibt auch neurologische Krankheiten. Ich sehe es immer noch als sehr wichtig an, sich um die Biologie des Körpers zu kümmern, da Ungleichgewichte, Mängel, Intoxikationen, Parasiten etc. psychischen Symptome verschlimmern können. Im Gegensatz zu meinen jüngeren  Jahren hat die seelische Gesundheit aber für mich eine viel größere Bedeutung gewonnen. In einem kranken Körper ist es schwieriger psychische Gesundheit zu erreichen, mit einer kranken Seele ist es aber unmöglich, körperlich gesund zu sein, selbst mit einer optimalen Ernährung.

 

Der Psychiatrie und Schulmedizin verschlechtern mit ihren Behandlungsmethoden sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit der Patienten. Daran wird sich erst etwas ändern, wenn erkannt wird, dass Essstörungen und fast alle anderen psychischen Krankheiten seelische Verletzungen sind, die nicht mit Medikamenten, Elektroschocks u. ä. geheilt werden können. 

 

Die genetische Erklärung wird von den Betroffenen so bereitwillig angenommen, weil sie emotional befriedigend ist. Es besteht eine Tendenz, Konfrontationen mit dem eigenen Trauma zu vermeiden. Mit körperlichen Gesundheitsproblemen lässt sich viel leichter umgehen. Ich selbst hatte jahrelang die Überzeugung, dass meine unerklärlichen Verdauungsprobleme mit einer Dysbiose zu tun hatten. Ich war sogar bereit, 1740 € für eine Behandlung (FMT) zu bezahlen, die sich als nutzlos herausstellte, da es sich fast ausschließlich um posttraumatische Belastungssymptome handelt. Für die Gesundheitsexperten ist die genetische Erklärung bequem, weil man ein Trauma nicht nach Anleitung heilen kann, und in meiner Erfahrung es nur sehr wenige Therapeuten gibt, die mit Trauma-Patienten umgehen können. 

 

Auch in anderen Bereichen der Medizin sehe ich bei Patienten eine geistige Schwäche, indem sie wollen, dass ein Experte ihnen sagt sie seien inhärent fehlerhaft und akzeptieren, dass sie schlechte Gene haben.

Die Betroffenen identifizieren sich mit den Diagnosen der Fachleute, weil sie ihre Krankheit besitzen wollen, und dann das total verzerrte Gefühl bekommen in Kontrolle zu sein, auch wenn es weit von der Wahrheit entfernt ist.
 
 

Gene haben nur einen sehr geringen Einfluss auf das Verhalten. Man sollte die unglückliche Geschichte eines texanischen Ranchers betrachten, der seinen geliebten, sanftmütigen Bullen klonte, nur um festzustellen, dass das neue Exemplar das genaue Gegenteil im Gemüt war. Der Klon durchbohrte seinen Meister wiederholt, kugelte ihm die Schulter aus, riss seinen Hodensack auf und brach seine Wirbelsäule.

 

Das Couvade-Syndrom ist ein Beispiel für ein Phänomen gemeinsamer Symptome mit nicht-genetischen Ursachen.

 

"Couvade-Syndrom beschreibt eine Situation, in der ansonsten gesunde Männer - deren Partner Babys erwarten - eine Reihe von schwangerschaftsbedingten physischen und psychischen Symptomen wie Bauchschmerzen und Blähungen, Rückenschmerzen und Pseudozyese (euphemistisch als "Phantomschwangerschaft" bezeichnet) erleben Lethargie, morgendliche Übelkeit, Zahnschmerzen, Heißhungerattacken und Aversionen. Zu den wichtigsten psychischen Symptomen zählen vorgeburtliche Depressionen und Stimmungsschwankungen, frühmorgendliches Aufwachen, Angstzustände, Konzentrationsschwäche, Ablenkung und Gedächtnisverlust.”

 

"Gründe, warum Männer "sympathische" Schwangerschaftssymptome hatten, waren Schwangerschaftsneid, Pseudo-Geschwister-Rivalität, väterliche Ambivalenz und väterliche Identifikation mit dem ungeborenen Baby. Insbesondere argumentieren psychodynamische Theorien, dass Männer neidisch auf die Fähigkeit ihres Partners sind, ein Kind auszutragen. Evolutionspsychologen spekulieren, dass es um die Minimierung von geht Geschlechtsunterschiede und /oder Abwägung der Geschlechterrollen. Die psychoanalytische Theorie geht davon aus, dass sich das Syndrom aus dem Neid des Mannes und einem Wiederaufleben ödipaler Konflikte entwickelt."

 

In diesem Fall sind die Fachleute ziemlich erfinderisch darin, alle Arten von Erklärungen zu finden, weil es sehr schlecht eine genetische Ursache geben kann. Aus diesem Grund wurde diese Diagnose auch nicht in das DSM und ICD aufgenommen.

 

Die Forscher konzentrierten sich dann auf das EPHX2-Gen, da seine Assoziation mit Magersucht bisher nicht beschrieben wurde. Das Gen ist an der Cholesterinfunktion beteiligt, und obwohl dies nicht intuitiv zu sein scheint, weisen Menschen mit Anorexie häufig hohe Cholesterinspiegel auf, die sich wieder normalisieren, sobald sie wieder normalgewichtig sind.“

 

Es ist absolut lächerlich, Cholesterin als Ursache für Magersucht in Erwägung zu ziehen. Sollten dann Statine in der AN-Therapie angewendet werden?

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Die Webseiten dieser beiden genialen Künstler: Politicalartfranzetta Vaccine Fraud (Youtube) www.vaccinefraud.com

 

Die Charité und die Verbrechen an den Patienten (Berliner Morgenpost)

Viele ihrer Kliniken und Institute wurden in den zwölf Jahren zwischen 1933 und 1945 zu Orten der NS-Rassen- und Vernichtungsmedizin. „Teile der Ärzteschaft und des pflegenden Personals folgten bereitwillig den Paradigmen des herrschenden Regimes“, stellte Charité-Chef Karl Max Einhäupl [...] fest. 

Impfversuche an Kindern in der Nervenklinik

Wieso sie offenbar ohne erkennbare Bedenken menschenverachtende oder zumindest ethisch fragwürdige Experimente und Zwangssterilisationen an Menschen durchführten. Darunter etwa der Leiter der Kinderklinik der Charité, Georg Bessau, der [Kleinkinder] für Tuberkulose-Impfversuche missbrauchte und ihnen so vor ihrem Tod noch unermessliche Schmerzen bereitete.

Das Gesetz, das nicht aufhebbar ist

NS-Unrecht konnte per definitionem nur an bestimmten Personengruppen begangen worden sein. So wurde der Begriff des “Verfolgten” für ein und allemal festgeschrieben. Zwangssterilisierte und Betroffene der “Euthanasie” wurden explizit aus dieser Definition ausgeschlossen.

So entschied das OLG Hamm sowohl gegen die Verwerfung des Gesetzes (“Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses”), da es nicht gegen “rechtsstaatliche Grundsätze” und das “Naturrecht” verstieße. In den 60er Jahren vertraten die Sachverständigen den Standpunkt, dass es sich bei dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses nicht um nationalsozialistisches Unrecht, sondern um eine von der deutschen Ärzteschaft mit großem Verantwortungsbewusstsein umgesetzte Maßnahme zum Wohle des deutschen Volkes gehandelt habe.  

Es dauerte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch mehr als 60 Jahre, bis Zwangssterilisierte offiziell rehabilitiert wurden, das Leid, das ihnen zugefügt wurde, wird aber entschädigungsrechtlich nicht als Folge systematischen staatlichen Unrechts anerkannt.  

 

Aufhebung des NS-Erbgesundheitsgesetzes gefordert (Tagesspiegel 13.07.2006)

Die Geisteskranken waren von vornherein als erste Opfer der geplanten Euthanasie-Aktion ausersehen.“ 
-Bert Honolka

Nachdem ich die Autorin dieser (etwas befremdlichen) Ernährungsleitlinien kontaktierte und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gab, veranlasste sie, dass sie aus dem Internet genommen werden.

 

Ich hoffe, von Ärzteseite wird es noch eine gute Erklärung geben.

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
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„In der Verhandlung offenbarte sich Pfannmüller als unbeirrter Anhänger des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Gedankens und machte kein Hehl aus seiner rassistischen Einstellung. Sein aktives Mitwirken an den Krankenmorden redete er klein. Das Gericht zeigte Verständnis. Die bürgerlichen Ehrenrechte und somit der Doktortitel blieben ihm erhalten, auch ein Berufsverbot wurde nicht erteilt. Trotz des milden Urteils ging Pfannmüller in die Berufung und erreichte am 15. März 1951 eine Herabsetzung der Strafe auf fünf Jahre. Seine Reststrafe musste Pfannmüller aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verbüßen.“

NS Dokuzentrum nchen

Für die Einrichtung der Hungerhäuser wurde er dagegen nicht bestraft, weil ihm das Gericht damals nicht nachweisen konnte, dass Menschen zu Tode kamen.“dewiki

 

Die Regierung war schon im Jahr 2005 so sehr um das Leben und die Gesundheit von vulnerablen (unheilbaren) Bevölkerungsgruppen besorgt, dass sie am liebsten alle Essgestörten und Demenz-kranken künstlich ernähren lassen wollte.

 

In welcher Hinsicht könnte man eine synthetische, fettarme Kost als eine "notwendige Ernährung" bezeichnen??

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"Dr. Hermann Pfannmüller hob ein Kleinkind an den Beinen aus dem Bett und erläuterte: »Bei diesem wird es noch zwei bis drei Tage dauern.« [...]

Die Aushungerungs-Methode bot, so interpretierte Schmidt, für die bürokratisch-korrekten Schreibtisch-Täter den Vorteil, im klassischen Sinne kein Mord zu sein. Selektierte starben nicht mehr an Gift oder Gas, sondern an Stoffwechsel-Intoxikationen und Hunger-tuberkulose. [...]

Dem Obermedizinalrat Pfannmüller bestätigte das Münchner Schwurgericht nach dem Kriege, im klassischen Sinne kein Mörder zu sein." 

DER SPIEGEL 49/1965 

Es heißt immer, in der Natur werde »lebensunwertes Leben« von gesunden Tieren unbarmherzig ausgemerzt. Wie falsch diese Ansicht ist, bewiesen die Möweneltern. Denn je verkrüppelter ihre Kinder waren, desto liebevoller opferten sie sich für sie auf. Als all die gesunden Jungmöven der Kolonie schon längst flügge waren und ihre Eltern verlassen hatten, wurden die flugunfähigen Krüppel, die schon so groß wie ihre Eltern waren, immer noch gefüttert und gewärmt.“

 

Die Strafkammer [Hamburg 1949] ist nicht der Meinung, dass die Vernichtung geistig völlig Toter und >leerer Menschenhülsen< [...] absolut und a priori unmoralisch ist. Dem Altertum war die Beseitigung lebensunwerten Lebens eine völlige Selbstverständlichkeit. Man wird nicht behaupten können, dass die Ethik Platos und Senecas, die u. a. diese Ansicht vertreten haben, sittlich tiefer steht, als diejenige des Christentums.“       

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In etwa 15–25 Kinderbettchen lagen ebenso viele Kinder von ungefähr 1–5 Jahren. Pfannmüller explizierte in dieser Station besonders eingehend seine Ansichten. Folgende zusammenfassende Aussprüche dürfte ich mir ziemlich genau gemerkt haben, da sie entweder aus Zynismus oder Tölpelhaftigkeit erstaunlich offen waren. Diese Geschöpfe (gemeint waren besagte Kinder) stellen für mich als Nationalsozialisten nur eine Belastung unseres Volkskörpers dar. Wir töten (er kann auch gesagt haben ‚wir machen die Sache‘) nicht durch Gift, Injektionen usw., da würde die Auslandspresse und gewisse Herren in der Schweiz (gemeint war wohl das Rote Kreuz) nur neues Hetzmaterial haben. Nein, unsere Methode ist viel einfacher und natürlicher, wie sie sehen. Bei diesen Worten zog er unter Beihilfe einer mit der Arbeit in dieser Station scheinbar ständig betrauten Pflegerin ein Kind aus dem Bettchen. Während er das Kind wie einen toten Hasen herumzeigte, konstatierte er mit Kennermiene und zynischem Grinsen so etwas wie: Bei diesem z.B. wird es noch 2 – 3 Tage dauern. Den Anblick des fetten, grinsenden Mannes, in der fleischigen Hand das wimmernde Gerippe, umgeben von den anderen verhungernden Kindern kann ich nimmer vergessen. Weiterhin erklärt der Mörder dann, dass nicht plötzlicher Nahrungsentzug angewandt werden würde, sondern allmähliche Verringerung der Rationen.“

 

In den Prozessen und gegenüber Familienangehörigen bestritt Pfannmüller, der für über 3000 Todesfälle verantwortlich war, seine Beteiligung an den Euthanasieverbrechen. 

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Doch der Protest hatte nur vordergründig Erfolg: Getötet wurde nach wie vor, nur die Methoden änderten sich. Statt die Patienten in zentrale Anstalten zu deportieren und dort zu vergasen, wurden sie nun in den einzelnen Pflegeanstalten so lange gezielt vernachlässigt und mangelernährt, bis sie starben. Diese "dezentrale Euthanasie" hielten die Nationalsozialisten bis... [?]

Bereits im August 1942 begann Valentin Falthauser, Direktor der bayerischen Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee, in der Zweiganstalt Irsee mit der so genannten Hungerkost oder Entzugskost, unter den Mördern auch E-Kost genannt. Dabei handelte es sich um eine völlig fettlose Ernährung, die wesentlich nur aus abgekochtem Gemüse und Wasser bestand. Am 17. November fand auf Einladung des Ministerialdirektors im Bayerischen Innenministerium, Dr. Walter Schultze, eine Konferenz der bayerischen Anstaltsdirektoren statt. Dort referierte Falthauser die Anwendung fettloser Kost an arbeitsunfähige Kranke und „aussichtslose Fälle“. [...]

Diese Hungerkost machte die Patienten anfällig: Sie verhungerten nicht, sondern starben zuvor an Krankheiten, denen ihr geschwächter Körper keinen Widerstand mehr entgegensetzen konnte. Der Erlass ging auch an Hermann Pfannmüller, den Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar. Hier wurden zwei "Sonderkost-Häuser" eingerichtet, deren Bewohner hungern mussten. Ihre Tode sind gut dokumentiert: Die Ärzte fertigten detaillierte Gewichtslisten an; sie läsen sich wie Dokumentationen des Verbrechens, sagt Cranach.                                    Süddeutsche Zeitung 

 

 

 Leider ist Magersucht eine sehr schwere und nicht immer heilbare Krankheit. Nur ein Drittel der Betroffenen werden wieder gesund, ein weiteres Drittel hat zumindest Rückfälle und muss die Therapie immer wieder aufnehmen. Die besonders schwer Erkrankten kämpfen dauerhaft, und 20 Prozent aller Magersüchtigen verlieren diesen Kampf. Sie verhungern an ihrer krankhaften Selbstdisziplin.“ Die Zeit

 

 

Rund 350 000 bis 360 000 Menschen wurden seit 1933 auf der Grundlage des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert; 5 000 bis 6 000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben nach diesen Eingriffen. Zerstörte Lebensplanungen, Stigmatisierung und Ausgrenzung, die auch mit dem Jahr 1945 nicht zu Ende waren, waren die Folgen. 

 

Da in der Psychiatrie auch aus anderen Gründen gestorben wird, mußte Faulstich die Sterberegister fast aller deutschen Anstalten durchgehen, die Speisepläne untersuchen, um nach einzelnen Regionen und Orten differenziert herauszufinden, daß während des Zweiten Weltkriegs mehr als 100 000 "nutzlose Esser" vorsätzlich dem Hungertod preisgegeben wurden. 

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11.01.1961 Die Gesundheitsbehörde und die Ärztekammer Hamburgs sind nach Prüfung gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, daß keine rechtliche Möglichkeit und auch keine Veranlassung besteht, gegen die beteiligten Ärzte behördliche und berufsgerichtliche Maßnahmen einzuleiten.

 

Jeder zweite Arzt war Mitglied in Hitlers Partei (Tagesspiegel)

 Auch mein eigener Großvater war Arzt und SA-Mitglied. Bemerkenswert ist, dass auch er 1942/43 für unmündig erklärt wurde und in der gleichen Klinik wie ich Elektroschock-“Therapie“ (EKT) erhielt.

  

 

Das Paradoxon des Verhungert-Werdens und „Nicht-verhungernlassen-Dürfens“

 

Ein Leserbrief von Dr. med. Gerd Höfling
Ich besuche einen alten Freund, der seit zwei Jahren auf der Pflegestation eines Altersheimes "vegetiert". Diagnose: Alzheimer. Er sitzt im Sessel, erkennt mich nicht, gibt keinen Laut von sich, hört nicht und ist blind. Kein Lidschlag, wenn die Sonne in sein Auge fällt. Würde er nicht atmen, könnte er eine Mumie sein. Aus einer Flasche "Astronautenkost" fließt Saft durch einen Schlauch in seinen Leib. Drei Lungenentzündungen hat er durchgemacht. Auf Wunsch der Angehörigen hat der behandelnde Arzt nicht therapiert. Der Freund hat alle drei gut überstanden. Äußerung des Kollegen: "Er hat früher zu gesund gelebt." Die Angehörigen erzählen, der Freund hätte, als er noch Leben äußerte, sich die Schläuche herausgerissen. Offenbar wollte er nicht mehr leben. Jetzt kann er sich nicht mehr wehren. Auf die Frage, die künstliche Ernährung abzustellen, antwortet der Kollege: "Verhungern lassen dürfen wir ihn nicht." Wirklich?
"Verhungern" alte Leute, wenn sie sterben wollen oder müssen und immer weniger essen und immer weniger werden? Kann es nicht ein Abnehmen sowohl der cerebralen wie der somatischen Zell- und Organfunktionen sein bei oft intakter Herzfunktion? Wenn ein hinfälliger alter Mensch nicht mehr ißt, und er wird künstlich ernährt, ist das nicht genauso eine künstliche Lebensverlängerung wie eine künstliche Beatmung? Ich wünsche mir eine Diskussion über die Inappetenz der Sterbenden und die Quälerei des "Nicht-verhungernlassen-Dürfens". Gibt es keine Arbeit über das Nachlassen der Gewebsfunktionen der Sterbenden? Eine weitere Äußerung eines Juristen: "Selbst wenn Sie persönlich ein Schreiben aufsetzen, im nicht mehr ansprechbaren Zustand nicht künstlich ernährt zu werden, nützt Ihnen das nichts." Schöne Aussichten für uns alle!"

 








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